Echte Kindheitstraumata echt lösen

Kindheitstraumata auflösen statt im Opfer-Status zu kauern

„Kindheitstraumata“- das ist ein sehr frequentiertes Suchwort. Diese Seite meines Blogs gehört zu den meistbesuchten überhaupt. Umso wichtiger ist es, dass Sie hier erfahren, was Kindheitstraumata sind, wie sie sich zeigen, und warum man unter ihnen auch als Erwachsener noch sehr leidet, ähnlich einer Posttraumatischen Belastungsstörung, wie sie etwa Soldaten haben, die als Erwachsene Schockerlebnisse hatten.

Sie erfahren auch, dass und wie man sie in Stärke-Erfahrungen umwandeln kann und dass die sogenannte „Innere-Kind-Arbeit“ zu ernst ist für fahrlässigen Umgang. Das schafft niemand nur mit Bücherlesen und Videogucken.

Was Sie nicht mehr tun sollten:

1. Hören Sie mit dem Herumlesen auf.
Es gibt Bücher wie Sand am Meer zum Thema „Inneres Kind heilen“. Das erste kam vor ca. 30 Jahren heraus, darin wurde empfohlen, man solle das „innere Kind“ umarmen. Es wurde mir nicht erklärt, wie ich das machen sollte. Das Buch hinterließ in mir Trauer und Ratlosigkeit. Heute bin ich Fachfrau und weiß, dass der Rat grundsätzlich stimmt. Erlösung aus alten Mustern kommen über „Versöhnung“ mit der eigenen Vergangenheit, dem inneren Kind. Das ist aber kein Willensakt, das ist ein Prozess. Das schafft niemand alleine, dazu braucht man psychologische Experten. Bücher reichen nicht, Videos auch nicht.

2. Gehen Sie nicht in eine Selbsthilfegruppe
In Selbsthilfegruppen werden viele Trauma-Geschichten ausgetauscht. Das führt sehr leicht zu einer Re-Traumatisierung und nicht zu einer Heilung. Das viele Labern in so einer Gruppe wird Sie unglücklicher machen. Kultivieren Sie nicht Ihr Gefühl, Opfer geworden zu sein. „Guten Tag, ich bin Missbrauchsopfer und Alkoholiker!“ So stellt sich der eine vor. Der andere sagt: „Guten Tag, ich bin der Friedrich!“ Schauen Sie, dass Sie wieder „Friedrich“ werden, die Person, die Sie sind. Erwachsen, kein Opfer, sondern Handelnder. Raus aus der Opferrolle!

3. Toxische Positivität vermeiden: Begeben Sie sich nicht auf Instagram oder ähnliches unter die selbsternannten Heilsbringer und „Think-Positiv-Heuchler“. So tun, als wäre es gut, obwohl es nicht gut ist, macht unglücklicher und unglücklicher. Sich immer mehr ins Problem hineinbohren, macht ebenfalls unglücklich.
Wenn Sie mit mir sprechen wollen, dann >>schreiben Sie mir bitte eine Mail, die lese nur ich, und ich antworte immer sehr schnell und persönlich.

Was ist ein Kindheitstrauma?

Kindheitstraumata – um was gehts dabei?

Kindheitstraumata sind Verletzungen und Schocks, die Menschen in den frühen Lebensjahren durch seelische und körperliche Misshandlungen erleiden.

Kindheitstraumata entstehen durch die dramatischen Misshandlungen wie sexuelle Übergriffe, durch schwere Schläge und Prügel.

Auch „banale“ verbale Übergriffe schockieren und traumatisieren Kinder:

  • Angeschrienwerden,
  • Beschimpfungen
  • Erniedrigungen
  • ungerechte Strafen
  • emotionale Unzuverlässigkeiten der Eltern
    , die nicht tun, was sie sagen, die mit Doublebind-Botschaften den Kindern den Verstand verwirren
  • Eltern die ihr Ego über die Bedürfnisse ihres kleinen Kindes stellen
  • Das Nicht-Wahrgenommen-Werden ist eine traumatische Erfahrung subjektiven Unwertes.

Das Gemeinsame dieser ganzen Traumatisierungen

Das Gemeinsame, was tatsächlich die nachhaltigen seelischen Verletzungen bewirkt, ist das Gefühl des Ausgeliefertseins, das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit. Das Gefühl, hilfloses Opfer anderer zu sein, ist das eigentliche Trauma, das Menschen bis ins hohe Alter hinein leiden lässt. Es sei denn, sie suchen sich Hilfe – und Abhilfe gibt es.

Menschen, die in früher Kindheit diese Erfahrung des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit gemacht haben, neigen zu Depressionen, haben das Gefühl, dem Leben nicht gewachsen zu sein.

Solche Menschen haben einen ungesunden, also selbstschädigenden „Attribuierungsstil“. Sie ordnen Ursache und Wirkung falsch zu:

Wenn die Dinge schiefgehen, geben sie sich selber die Schuld, halten sich für unfähig, erkennen ihre aktuelle Handlungsmacht gar nicht, machen tragischerweise also auch nicht die beglückenden Erfahrungen von Erfolgserlebnissen, so dass sich die Spirale immer weiter ins Opfer-Gefühl hineindreht.

Menschen mit stabilem, ungekränktem Selbstbewusstsein dagegen erkennen wahre Ursachen von Mißerfolgen und geben im Zweifel anderen oder den Umständen die Schuld. „So ein Pech, shit happens!“ sagen sie und werden gewiss nicht depressiv. Der ungesunde Selbstzweifel dagegen führt in die Verzweiflung.

So äußern sich Kindheitstraumata im Leben

  • Unglück im Glück – Sie sind latent unglücklich und verstehen nicht, warum.
  • Sie machen sich Selbstvorwürfe. Sie re-inszenieren unbewusst das erlittene Unrecht.
  • Sie gehen falsche Bindungen ein aus Angst, nicht gut genug zu sein: Falsche Jobs, falsche Freunde, falsche Liebespartner.
  • Sie sind hyperkorrekt
  • Sie sind misstrauisch Menschen und dem Leben gegenüber
  • Sie erleben immer wieder Beziehungs-Abbrüche, es ist wie verhext! Das ist es nicht, sondern Sie haben es mit Mustern zu tun, die man ändern kann.
  • Sie hauen ihre ganze Kraft raus, sind unermüdlich, beharrlich, haben viel Erfolg. Dann boykottieren Sie sich regelmäßig selbst.
  • Sie haben Schuldgefühle, weil Sie erfolgreich sind und Ihr Unterbewusstsein das für gefährlich erachtet.
  • Sie betäuben den inneren Schmerz mit Suchtmitteln, werden vielleicht sogar süchtig: Alkohol, Kokain etc., medizinische Mittel zum Aufputschen und Tranquilizen. Workaholics.
  • Sie somatisieren vielleicht auch, das heißt: Sie agieren die seelischen Wunden bzw. deren Verdrängung unbewusst aus, indem Sie notorisch und vielleicht sogar chronisch krank werden.

Die Palette der Krankheiten reicht von Allergien über Multiple Sklerose bis zu Krebserkrankungen.
Aus psychologischer Sicht re-inszenieren und verfestigen Sie dadurch die erlernte Opferrolle.
Tatsache ist: Nur Sie selber können das schockierte trauernde Kind, das Sie einmal waren, erlösen und heilen.

In der Re-Inszenierung steckt die Chance

Nehmen wir an, es ist wieder passiert:

Sie haben sich breitschlagen lassen, Sie haben einem falschen Menschen vertraut, Sie waren wieder kleinmütig bei Gehalts-Verhandlungen, Sie lassen sich von Angst überrollen, anstatt die Handlungsoptionen zu erkunden, Sie schreiben einfach die Rechnungen nicht, weil es ja sein könnte, dass man Sie nicht bezahlen will, Sie googeln tagelang, damit Ihnen der Arzt, zu dem Sie gehen wollen, nichts vormachen kann … Sie halten sich für den Ober-Loser, wo doch alle anderen glücklich und wohlhabend sind … Sie haben Zorn und sind neidisch, Sie machen den anderen was vor, Sie wollen den ganzen alten Scheiß auch nicht hören, Sie geben sich vergnügt und kühn, Sie koksen, saufen, fahren viel zu schnell über die Autobahnen. Da werden Sie geblitzt. Weg ist der Führerschein. Sie krümmen sich vor Selbstvorwürfen, Panik überrollt Sie.

Hören wir auf mit diesen Dingen!

Es sind alles Re-Inszenierungen, die Ihr Unterbewusstsein veranstaltet und zwar nur aus dem einen einzigen Grund: Damit es aufhört!

Die alten Dinge werden hochgespült, nicht weil jemand Sie verhext hätte, sondern weil Ihr Lebenswille verlangt, dass das alte Zeug endlich gelöst und dann weggetan wird.
Jede Re-Inszenierung ist eine Aufforderung an Sie, sich mal endlich mit sich selber zu befassen.
Und wenn Sie das tun, wenden Sie sich Ihrem jüngeren Ich zu, dem „inneren Kind“, wie man es nennen will. Und Sie haben die Chance, die Sachen heil zu machen.

Jede Re-Inszenierung ist eine Chance, in die eigene Stärke richtig hineinzuwachsen und die reife, erwachsene Persönlichkeit zu sein, die Sie sein können und wollen!

Reifung! Wer kann Ihnen helfen?

Wie kann man echte Kindheitstraumata echt bewältigen:

Es gibt moderne Formen der Traumatherapie der Positiven Psychologie, die die alten Wunden heilen lassen.

Sie können sich einen Traumatherapeuten suchen, der mit diesen modernen lösungsorientierten Methoden arbeitet.

Die haben lange Wartezeiten, Sie müssen erst zum Arzt gehen, sich offenbaren, dann bei der Versicherung einen Antrag stellen, auch das dauert, aber die zahlen in der Regel Ihre Therapie. Zumeist dauert auch die Therapie einige Jahre lang.

Nach meiner Meinung bleibt die Psychotherapie in der Regel zu sehr in den Problemen stecken. Ich weiß das aus eigener Erfahrung und aus Erzählungen zahlreicher Klienten, die unisono sagten „es dreht sich irgendwann im Kreis und kommt nicht zu Lösungen“. Das erzeugt ja neuen Leidensdruck, neue Selbstzweifel.

Kindheitstraumata: Ent-Traumatisierung, Selbstaktualisierung im Coaching

Im Coaching gehen wir die Ent-Traumatisierung resilienz-orientiert an. Und gleichzeitig arbeiten wir mit Zielen.
Wir schauen also, welche Stärken so ein kleines Kind – zwangsläufig aber faktisch – entwickelte, indem es Misshandlungen, Vernachlässigungen, Lieblosigkeit überlebte.

Resilienz heißt Widerstandsfähigkeit. Eine liebevolle Betrachtung des „inneren Kindes“ bedeutet, dass wir nicht länger dieses Kind als Opfer betrachten, sondern dass wir seine Stärken erkennen.
Dies muss der Fokus sein. So wächst Selbst-Respekt.

Welche Stärken entwickelte ein kleiner Mensch, der Schläge mit einem Hartgummischlauch und regelmäßige Prügel mit Kleiderbügeln und Gürteln aushielt? Es liegt auf der Hand.

Willensstärke, Beharrlichkeit, Eigenwilligkeit, Durchhaltevermögen – und all das sind Eigenschaften starker Menschen. Solche Menschen habe ich in meiner langen Erfahrung als Coach in großer Zahl kennengelernt. Niemand von ihnen hatte eine ungetrübte Kindheit.

Sobald sich so im Coaching mehr und mehr die Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit und Stärke verbessert, gehen wir im Coaching auf die Zielebene. Und das ist der entscheidende Unterscheid. Wir blicken in die Zukunft. Wir trainieren die positive Zukunftserwartung, wir machen Lichter an!

Raus aus der Opfer-Rolle: Training im Coaching

So wächst das Selbstwertgefühl. Wir trainieren es.

Ganz konkret im persönlichen und beruflichen Alltag schauen wir im Coaching gemeinsam, wie Konfliktsituationen auf neue Weise gelöst werden können. Positive Erfahrungen werden gemacht, bestärken wieder das Selbstwertgefühl.

In einem Boxenstopp-Coaching, wie ich es entwickelt habe, nimmt dieser Trainingsteil sehr großen Zeitraum ein. Es ist die Regel, dass wir in bestimmten Phasen der Zusammenarbeit täglich nicht nur mailen, sondern auch telefonieren. Wir besprechen die neuen Erfahrungen und verstärken sie dadurch, und wir beseitigen auch gemeinsam etwaige Altlasten – falsche Ehen, falsche Arbeitsverhältnisse, ungünstige Verträge, wir suchen gemeinsam nach dem richtigen Anwalt, dem richtigen Fotografen für aktuelle richtig gute Fotos, wir überarbeiten den Lebenslauf, gehen auf Wohnungs- und Job-Suche gemeinsam.

Wenn zuweilen dabei alte Angst auftaucht, wird sie genutzt, um die zugrundeliegenden Programme zu debuggen und zu überspielen durch neues Verhalten und neue gute Erlebnisse.

Ich hätte mir rückblickend gewünscht, so eine Hilfe alternativ zur Therapie zu haben.

Der Erste-Blick-Nachteil beim Coaching ist: Sie müssen mich bezahlen.

Es ist aber eine klassische Investition ins eigene Leben. Nur wer Vertrauen hat, investiert!

Insofern ist es schon eine erste gute positive Botschaft ans innere Kind, zu sagen: „Hei, ich priorisiere und gebe Geld für uns aus!“

Was sagen Sie? Sprechen Sie mich an, schicken Sie mutig und munter eine Mail für ein Vorgespräch.

Die Hirnforschung zeigt uns, dass Traumata-Heilung bis ins hohe Alter hinein möglich ist – dies allein deshalb, weil unsere Gehirne bestrebt sind, Lösungen zu finden und plastide sind, also jederzeit in Veränderung begriffen. Welche Chance! Nutzen Sie das für sich!

Wie jeder Weg beginnt auch dieser mit einer Entscheidung und dann dem ersten Schritt.

 

Weiterführende Links

Doublebind-Verhalten und Narzissmus:
Selbstachtung finden

Lösungsorientiertes Denken

Wege aus der Existenzkrise 

Persönlichkeitsentwicklung gegen Kindheitstraumata

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