alt="Coaching München & Stuttgart: Dr. Berle. Ziele gegen Angst undDenkschranken"

Ziele gegen Angst

Existenzangst in der Krise

„Ich sehe nur Untergang, ich fürchte mich, was soll ich bloß tun … bin ich ein Idiot?!“ Das sagte kürzlich eine junge Wissenschaftlerin im Vorgespräch. Viele Menschen haben in diesen Zeiten Angst vor der Insolvenz wegen Kurzarbeit, sie haben Angst um ihre Firma, sie haben Angst um den Arbeitsplatz. Man hat keine Angststörung, nur weil man Existenzangst hat. Fürchten Sie sich nicht vor sich selber! Jede Angst ist ein Warnsignal und will uns aufrütteln: Los, tu was!

Was können Sie tun? Sie können die Sorge, das Lebensunbehagen, die Existenzangst in Ziele, in Zuversicht und Kraft wandeln.

Ziele brauchen Grips und Durchhaltevermögen

Ja, sicher, das erfordert Mut. Geben Sie sich einen Ruck! Formulieren Sie die Sorge, die sie aktuell plagt. Seien Sie ehrlich dabei. Sie nutzen die Krisenzeit, weil sie plötzlich aus dem Trott rausgefallen sind und alles von einer Metaebene anschauen können. Die Krise zwingt Sie, die vermeintliche Komfortzone zu verlassen – das genau ist die Chance.

Der Chef – hat der Sie nicht längst sehr oft geärgert? Die Liebe in Ihrer Beziehung oder Ehe – ist die nicht schon lange jedenfalls nicht mehr fühlbar, womöglich ganz weg? Und wollten Sie tief im Inneren nicht längst nochmal was ganz anderes starten?

So wie die junge Klientin, die oft gemobbt wurde, nun vor einer neuen Aufgabe steht und wieder von der Mobbing-Angst überwältigt wurde. Wir haben das in einige Ziele umgewandelt: „Ich werde im neuen Job beliebt sein und man fragt mich um Rat.“ Nun müssen Sie nur Ihrem Hirn vertrauen, das nämlich sehr gerne Ziele erreicht, also eigentlich automatisch.

Ihr Gehirn hat Durchhaltevermögen und den Grips, Wege zu den Zielen zu erdenken. Sie können also auf diese gute Gehirn und seine mechanischen Abläufe vertrauen! Eine einfache Anleitung, Probleme in Ziele zu transformieren, gebe ich hier.

Hirnmechanik hilft

Ich habe auch schon über den Zeigarnik-Effekt berichtet. Dieser besagt, dass sich unser Gehirn sehr bemüht, unerledigte Aufgaben zu erledigen. Es erinnert sich bis zur Erledigung, also der Zielerreichung, auch sehr gut an Ziele, die wir uns gesetzt haben. Es strebt nach Erledigung der Aufgabe, es betrachtet Ziele als Aufgaben!

Halten Sie sich Ihr großes Ziel dann unbedingt vor Augen. Halten Sie inne, treten Sie einen Schritt von der Baugrube zurück, richten Sie den inneren Blick zum Himmel, machen Sie sich klar, weswegen Sie überhaupt auf der Welt sind – dann weiß Ihr Gehirn das Ziel wieder. Und wird Sie lenken. Auch dann lenkt es, wenn Sie das gar nicht so empfinden. Haben Sie das nicht schon erlebt: Plötzlich war die Wohnung gefunden, nach der Sie so lange suchten oder der neue Job, die neue Frau, der neue Mann? Zielerreichungen passieren manchmal so, dass man denkt „huch, ein Wunder!“ Manchmal schleichen sie sich heran und die große Kunst ist, dem Ziel treu zu bleiben, eisern durchzuhalten.

Fehlschläge – was tun?

„Immer wenn ich wild entschlossen bin und sage: So, jetzt nehme ich ab – dann nehme ich zu!“ erzählte erst kürzlich wieder eine Klientin. Es sei wie verhext. Und zum Verrücktwerden. Das stimmt, da ist etwas verrückt im System. So kommt es zum Jojo-Effekt und Menschen fangen ernsthaft an, sich zu verachten. „Ich habe alles richtig gemacht: Kleider in Größe 36 gekauft, aufgehängt zum Ansporn, hat alles nix genützt, ich wurde immer dicker.“

Sie haben das auch schon erlebt? Sie sind ganz kühn gewesen und mutig und haben sich ein Ziel gesetzt. Ein Ziel ohne Wenn und Aber, wie man das in den vielen Millionen Ratgebern überall lesen kann. Ein richtig, nein ein verdammt gutes Ziel, P O S I T V formuliert, astrein. Und was war? Nix war. Hat nicht funktioniert.

Trotz Dem!

Das System, das Sie sind, hat sich einige Strategien zurechtgelegt. Die kommen aus unterschiedlichen Phasen Ihrer Kindheit, was die Zeit ist, in der wir grundsätzlich geprägt werden. Ein Bekannter von mir fing mit 3 Jahren an, richtig ernsthaft krank zu werden. Das ist das berühmte Trotzalter. Nun denkt man sich so, ein Mensch wolle im Grunde ja gesund sein. Und als er jetzt im Erwachsenenalter wieder ernsthaft krank wurde, dachte sich dieser Bekannte, er müsse praktisch nur den Geist reinigen und positiv denken und das zum Ziel machen und die Heilung werde machtvoll voranschreiten. Es gibt ja Bücher, in denen steht, das sei quasi ein Automatismus.

Das einzig Machtvolle scheint aber ein riesengroßes Nein zu sein. Verschlungene Pfade der Seele, der Psyche. Er hat sich jedenfalls richtig angestrengt, hat sich eine gesunde, heile Zukunft in leuchtenden Farben ausgemalt, jeden Tag damit meditiert. Der einzige gemeine Erfolg war, dass die Raumforderung (wie Mediziner heute interessanterweise Tumore nennen) sich erstens ihrer operativen Entfernung entzogen hat und zweitens sofort nach der OP wie ein Teufel rasant nachwuchs.

Seien Sie erfindungsreich

Ja, die reine Unvernunft tobt sich da aus. Wenn Sie so Ähnliches auch schon erlebt haben, dann beenden Sie mal Ihre Blauäugigkeit, Ihr Gutdenkungstum. Machen Sie statt all der Hyperkorrektheit mal ganz was anderes. Machen Sie das Falsche! Setzen Sie falsche Ziele, werden Sie renitent. Boykottieren Sie den Boykott! Beenden Sie die Mühen der Heiligkeit. Lassen Sie den Balken drin oder tragen Sie ihn weg, machen Sie aus dem Trotz ein Kunstwerk wie der Clet Abraham in Frankreich es tut.

„Ich schaffe es nicht, gesund zu werden!“ Das ist das, ehrlicherweise, was der Bekannte ohnehin denkt. Und er denkt noch „der Professor schafft es nicht, gut zu operieren, der kann es nicht!“ Und er denkt: „Es gibt keine Rettung!“ Genau. Und Sie mit Ihrem Übergewicht? Sie sagen jetzt mal eine Weile ebenfalls die Wahrheit: „Ich schaffe es noch nicht, in diese Scheißgröße 36 hineinzuwachsen!“ Sagen Sie nicht: „Ich habe Angst, immer fetter zu werden!“, denn das weiß Ihr Unterbewusstsein ohnehin. Sagen Sie ihm, dass es unmöglich ist, das Ziel zu ereichen – und womöglich aktivieren Sie Ihr gesamtes machtvolles Trotzpotenzial. Machen Sie aus dem Verbotsbalken einen Rammblock.

Drehen Sie den Spieß um.

Wenn Sie es nicht alleine schaffen, in diesen Zeiten zu Mut und Zuversicht zurückzufinden, Ziele zu setzen, die Ärmel hochzukrempeln, dann könnte ich Ihnen zweifellos helfen. Das ist ja keine Schande, auch mal richtig Angst zu haben.

Es ist wie beim Boxen: Man wird manchmal umgehauen. Schande ist nur das Liegenbleiben. Sie haben keine Angststörung, nur weil Sie Angst haben. Angst ist eine Warnanlage des Körper-Seele-Systems. Angst sagt uns letztlich: „Los, tu was! Gestalte Dein Leben, sei kein Opfer!“

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