Resilienz

Resilienz – gelobt sei, was stark macht!

Guten Tag, gestatten: Das Mädchen mit dem blöden Hut bin ich gewesen. Nicht nur den Hut habe ich gehasst!

Reden wir mal über Ihre Resilienz! Sind Sie auch so ein Besorgtheits-Kind gewesen? Ich kenne viele davon. Die sind in den ersten 40 Jahren des 20. Jahrhunderts geboren worden und auch noch in den 1950er und 60er Jahren. Letztere sind heute in dem Alter, in dem man sich spätestens fragt: War es das jetzt, war das wirklich alles? Die Sinnfrage.

Oder Sie sind krank. Dann stellt der Körper die Sinnfrage bzw. drängt daraufhin, dem Leben die richtige Bedeutung zu geben. Ich sage mal in aller Freundschaft: solche Leute haben Glück, wenn sie zu mir finden. Denn – abgesehen von meinem Wissen und meiner Menschenerfahrung aus über 10 Jahren Coaching – bin ich auch so ein Besorgtheitskind. Ich weiß, wovon Sie reden. Und ich besitze Resilienz.

Nachkriegshärten in Deutschland

Was ist ein Besorgtheitskind? Das ist etwa so ein Kind, das noch keine Pampers umgeschnallt bekam, sondern wenn überhaupt, dann Stoffwindeln, welche schwer, eiskalt und hart wurden, wenn nicht bald gewechselt. Aber das ist ja noch eine Kleinigkeit. Die eigentliche Sache, das eigentliche Problem waren die inkompetenten verängstigten Eltern.

Das waren Leute, die niemals Zeit hatten für Sinnfragen, weil sie in ihren Kindheiten in den 20er Jahren, 30er Jahren von wiederum ihren Eltern geprügelt wurden, und in den 40ern waren die angstgepeinigte Kriegskinder gewesen. Damals gab es nicht diese endlosen Erklärungen in der Kindheit, sondern Befehle und Haue bei Nichtbefolgung. Das waren Kinder, die froh waren, in den Schulen halbwegs freundliche, nichtprügelnde Lehrer zu finden. Und dass man Abitur machen könnte, das lag für 80 Prozent der Kinder-Bevölkerung in unerreichbarer Ferne. Deutschland war eine Klassengesellschaft, der Gleichheitsgedanke, wenn vorhanden, Theorie.

Dann kam der Zweite Weltkrieg, es kamen die Bombenangriffe, hernach kamen die Hungerwinter und Vergewaltigungsaktionen seitens wütender Soldaten der vier Besatzungsmächte. Also die Welt unserer Eltern- und Großelterngeneration war komplett aus den Fugen.

Trauma und die Stärke es zu überwinden

Augen zu und durch. Wenn Kinder in diesem Kampf um Leben und neue Würde aufmuckten, kriegten die eben gegebenenfalls eins aufs Maul. So hieß das damals, denn die Soldatenväter mit teilweise 10 Jahren Krieg und Kriegsgefangenschaft in den Knochen, hatten keine Geduld mit kleinen Schreihälsen. Kinder waren in der Regel ungewollt, Geburtenkontrolle gab es höchstens in Form von Abtreibung, und das tat man normalerweise nicht als gläubiger Christenmensch.

So also sind viele Erwachsene aus den 50er/60er Jahren vollkommen ungewollte Kinder, die nebenbei aufwuchsen, nicht nach ihren Talenten gefragt wurden, Glück hatten, wenn sie wenigstens nicht geprügelt wurden, wenn sie zu Essen hatten und freundliche Leute in den Nachbarschaft.

Jetzt aber: Was ist wichtiger? Natürlich ist die Ich-Stärke, die solche Kinder erworben haben, letztendlich tausendmal wichtiger, als die alte Trauma-Garderobe. Man nennt das unter fortschrittlichen Psychologen Resilienz. Resilienz-Psychologie sagt: Wichtiger als das erlebte Trauma sind die Stärken, die ein Mensch erwarb, indem er das Trauma überlebte.

Lesen Sie mehr darüber hier:

 

Überlebt und auch lebensfreudig?

Ich kenne viele solcher belateten Kinder von heute 50 bis 70 Jahren, weil sie als Klienten zu mir kommen. Wieso tun sie das?

Etwas fehlt diesen in der Regel überaus durchhaltestarken, tüchtigen, verlässlichen, moralisch sehr klaren und lebensliebenden Menschen durch die Bank: Lebensfreude. Die meisten dieser Leute haben es niemals gelernt, sich über sich selber zu F R E U E N . Sich selber zu F E I E R N. Klar. Niemand hat es ihnen vorgelebt neben der Pflichterfüllung. Und wie soll man auf die Idee kommen, sich als Salz der Welt, als Glückspilz zu erleben, wenn man für die Eltern faktisch nur eines war: Meistens eine Belastung. Kinder, die sich als Belastung erlebten, werden also Meister im Durchhalten und Wegefinden und sie sind in der Regel keine Heulsusen, aber sie wollen sich auch mal als Glück erleben, als Grund für Feste und Jubel.

Ich denk mal, Sie werden sich sehr angesprochen fühlen, hoffentlich berührt fühlen, wenn Sie zu diesen Kindern gehören. Was tun? Sie können mich anrufen, Sie können sich endlich, endlich zu einem Coaching entschließen. Das ist die große Lösung.

Und Sie können auch etwas ganz für sich im Geheimen tun, diese Überlegung anstellen:

Resilienz-Übung

Denken Sie an das kleine Kind zurück, das Sie waren. Schauen Sie Fotos an von diesem Kind. Schauen Sie das Gesichtchen an, den kleinen Körper, die Körperhaltung.

Das ist hier Dr. Berle mit 3 Jahren. Nehmen Sie eines Ihrer Fotos her, schauen Sie es mal genau an. alt="Coaching München & Stuttgart: Dr. Berle. Kind mit Hut und kessem Blick, sw"

Was entdecken Sie Besonderes an diesem Kind … stellen Sie sich vor, Sie hätten die Ehre, Taufpate/Taufpatin dieses kleinen Menschleins zu sein … was lässt Sie lachen, weil Sie sich freuen? Was gefällt Ihnen so gut an diesem Kind? Wenn Sie eine Liste machen würden mit 10 Punkten des Lobes – was würde auf dieser Liste stehen?

Was, glauben Sie, würde das Kind freuen? Gucken Sie es an!

Was würde es brauchen, um vielleicht weniger traurig zu schauen?

Was würden Sie sofort tun, um das Kind strahlen zu lassen?

Resilienz: Das Kind in Mann und Frau

Also ich etwa würde die kleine Waltraud an der Hand nehmen und in mein Auto setzen. Ich würde ihr den Hut mit dem Gummiband unterm Kind wegtun, den sie nämlich verabscheut hat. Ich würde mit ihr ans Meer fahren, sie auf ein Pony setzen, ihr das Reiten beibringen bis sie es lachend könnte, dann würde sie die Freiheit des auf dem Pony durch Wasser Spritzens erleben, was für ein tolles Spektakel! Huhu, die würde kreischen und schreien und sich halber tot lachen, so dass ich würde achtgeben müssen, dass sie nicht vor lauter Übermut runterstürzt vom Pony, klar! Ich würde aber achtgeben. Sie würde sicher nicht runterfallen … ja, und dann? Dann würde wir uns in die Abendsonne setzen, ich würde sie auf den Schoß nehmen, die Verbundenheit spüren.

Ich würde mir schon überlegen, was wir an ihrem Geburtstag Schönes machen würden. Ich habe ihr längst das Klavier besorgt, das sie immer so bestaunt hatte.

Und vermutlich würde ich ihr an diesem Geburtstag endlich mal die Lackschühchen schenken mit den Knöchelriemchen.

Aber erstmal Zeithaben, niemals so ein Kind herumhetzen und belasten mit den Erwachsenensorgen. Entscheidungen treffen für das Kind. Nicht belasten mit diesen ganzen Fragen wie: Will das Schätzle heute eine Bretze oder will es lieber eine gesundes Vollkornbrötchen … wenn es weint, nicht den Psychologen anrufen, sondern das Kind in den Arm nehmen und auf andere Gedanken bringen.

Zeit. Vorlesen. Wärme austauschen. Durchs Wasser reiten, wild sein, ruhig sein. Geborgenheit schaffen. Für mich selber Feste feiern, damit das Kind das von mir lernt.

Na, wie gefällt I H N E N das?

 

Loben Sie sich öfter jeden Tag!

Tanken Sie Mut mit meiner Mut-Tanke.

 

Mögen Sie gerne öfter von mir Inspirationen bekommen?

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