Neurowissenschaft und Coaching

Neurowissenschaft im Coaching

Pluralis Majestatis oder: Drei Organe im Kopf

Neurowissenschaft im Coaching – das eine ist die Lehre und Fundament, das andere Anwendung und gleichzeitig Gehilfe. Weil modernes Coaching lösungsorientiert und zielversessen ist und damit das tut, was unsere drei Organe im Kopf wollen. Wie uns die Neurowissenschaft beigebracht hat. Neurowissenschaft und Coaching – das könnte beglückendes modernes Leben schaffen. Würde die Menschheit nicht so sehr an Problemen festhalten! Erfahren Sie mehr über die drei Organe, die Sie und ich in unseren Köpfen haben:

Wir Hoheiten

Neurowissenschaft ergibt, dass wir im Pluralis Majestatis mit uns selber sprechen könnten. Sollten! In diesem Satz steckt die Erklärung für den Begriff des Neuro-Wissenschaftlichen Coachings und die daraus resultierenden nachhaltigen Coaching-Erfolge. Ich hab Ihnen aufgezeichnet, wie es in Ihrem Kopf aussieht: Oben sitzt die Ratio oder Neokortex oder das Großhirn. Descartes dachte noch: „Das isses!“ und lehrte deswegen „cogito, ergo sum“ – „ich denke/zweifle, also bin ich“. Der Leitsatz der Aufklärung. Der heutzutage die Leute in den Burnout jagt. Sie räsonnieren und planen zu viel und kümmern sich zu wenig um Wohlgefühl und Warmherzigkeit.

Großhirn oder Neokortex

Das ist unser wunderbares Denkorgan für rationale Überlegungen, für Projektierung und Optimierung von Prozessen. Das Großhirn ist beim Coaching dasjenige Gehirnorgan, das uns hilft, Ziele zu formulieren und auch die Wege zu den Zielen zu erkennen. Entscheidungen laufen aber über das Gefühl, weswegen sich Marketing-Fachleute gefühlsbezogene Tricks einfallen lassen wie etwa samtige Beschichtung von Glasflaschen. Unser haptisches Gefühl freut sich daran und rät zum Kauf solcher Flaschen. Der Ort, wo unsere Gefühle verarbeitet werden, ist das Limbische System oder Stammhirn. Das Wissen um die Zusammenhänge unserer drei Kopforgane macht das Coaching bei Dr. Waltraud Berle unter anderem so effizient. Das dritte Organ im Oberstübchen ist das Reptilienhirn, das den Körper mit dem Großhirn verbindet.

Die moderne Hirnforschung bestätigt täglich, warum lösungsorientiertes, zielfokussiertes, ressourcengestütztes Coaching der traditionellen Psychotherapie überlegen ist.

Limbisches System

Das Herz in meiner äußerst vereinfachenden Skizze ist das Herz, die Schaltzentrale unseres Denk-Fühl-Apparates: Das Limbische System. Es ist die Zentrale für Gefühlsverarbeitung. „Ich fühle, also bin ich!“ setzte der Portugiese António Damásio gegen Descartes in seinem berühmten Buch vor 15 Jahren schon. Im limbischen „Gefühlshirn“ werden die Glückshormone und Stress-Kampfhormone ausgeschüttet, in sämtliche Körperzellen hinein und auch in die Zellen des Großhirns. Wichtige Sache, denn im Gefühlshirn wird somit je nach Produktion der jeweiligen Botenstoffe auch entschieden, wie kreativ unser auf Kreativität angelegtes Großhirn sein kann. Dabei spielt auch das anhängende Reptilienhirn eine nicht geringe Rolle.

Direktverdrahtung für Zellenkribbeln

Entwicklungsgeschichtlich der älteste Hirnteil, dieses Reptilienhirn, von mir gelb gemalt, von dem aus der Nervenstrang des Rückenmarks als Informationskabel des zentralen Nervensystems durch die schützende Wirbelsäule hindurch zu sämtlichen Organen und Körperregionen läuft.

Das ganze ist ein genialer Regelkreis, alles steht in Wechselwirkung mit allem. Nehmen wir an, Sie gehören zu den Sportlern unter uns Menschen, dann wissen Sie, was ich meine: Sie rennen, boxen, schwimmen, tun das, wofür unser Körper gebaut ist, was diesem Körper also sehr gut gefällt. Dieses Wohlgefallen führt zur Ausschüttung von Endorphinen/Glückshormonen und führt dazu, dass Sie sich klasse fühlen. Zellenkribbeln, good Vibrations. Im Großhirn führt die Endorphinflutung dazu, dass angeregt geplant und gedacht wird. Deswegen sind Couch-Kartoffeln weniger kreativ, als Sportler und strahlen auch nicht so glücklich. Noch mehr strahlen Verliebte, weil ihre Zellen vom Bindungshormon Oxytocin, das zuversichtlich macht, gesättigt sind.

Im Coaching erstrahlen Sie!

Ich achte darauf, dass Sie sich absolut wohlfühlen. Und wir sorgen via Großhirn für Endorphinflutung, denn dieser Regelkreis kann auch ganz oben im Stübchen, durch die Ratiotätigkeit, initiiert werden. Zellenkribbeln aktiviert Ratio, aber Ratio bewirkt auch Zellenkribbeln. Menschen kommen als Klienten zu mir und ein Problem drückt sie. Wie Sie wissen, sieht man das am Gesicht und der ganzen Körperhaltung. Nun passiert folgendes im Coaching: Erstens hörte Ihnen jemand auf eine Weise zu, wie das sonst selten im Leben geschieht. Also ich bin das, die da zuhört.

Empathie, die wir lieben und brauchen

Dann fallen mir so erstaunliche Dinge zu Ihrem Problem ein, Assoziationen, wundersame Fragen stelle ich, dass Sie, wären Sie mein Klient, das tun würden, was alle meine Klienten tun: Sie lachen, sie schütteln den Kopf, sie kichern, sie klatschen in die Hände, denn alles sieht plötzlich einfach aus und belebt den Geist. Wieso geht das? Weil eben durch die emotionale Zuwendung durch mich, Ihren Coach, die Endorphinausschüttung stattfindet. Der Blutdruck steigt übrigens, die Wangen röten sich, die Augen blitzen, viele Leute müssen aus dem Sessel aufspringen und herumlaufen, weil ja, wie soeben erwähnt, alle Körperregionen mit dem Glückscocktail geflutet werden. Das überlebt keine Trauer der Welt!

Und sogar das Großhirn lacht

Genau! Das wird ebenfalls wohlig geflutet. Und es fängt an zu denken, sodass uns uns plötzlich erstaunliche Dinge wieder einfallen. Wie wir damals gelobt wurden und kürzlich auch wieder. Wie wir den Marathon geschafft haben, diese Eins im Sport-Abitur, die Vier in Physik und zwar erschummelt (((-: . So. Dadurch passiert nun folgendes: Unser Problem ist plötzlich nicht mehr so saumäßig fies, wie wir dachten, vielmehr fängt unsere Planungsabteilung im Fronatllappen des Großhirns bereits an, nach Perspektiven zu suchen und findet sie auch. Denn das ist das Metier des Großhirns, niemand ist besser darin.

Und jetzt doch: Cogito ergo sum

Jetzt stimmt Descartes‘ Satz. Das fühlt sich nämlich unglaublich gut an, wenn man plötzlich statt dem doofen Problem und der grausigen Existenzangst wieder ein Ziel vor Augen hat und auch gleich mit seinem Coach daran geht zu überlegen, welche Wege es gibt, dieses Ziel zu erreichen. Und wenn ich Sie fragen werde, was eigentlich das Unmöglichste, das unwahrscheinlichste Ziel für Sie wäre, dann lachen Sie bereits schallend. Und wenn ich dann noch den Trick bringe mit der Verdoppelung, dann lachen Sie noch mehr und freuen sich so, dass Sie plötzlich ganz wahnsinnig viel Kraft in sich spüren, weil ja das ganze Körpersystem kribbelt vor lauter Vergnügen, weil ja das Limbische System noch mehr Glücks-Kribbel-Zeug ausgeschüttet hat, so dass das Großhirn immer mehr witzige Ideen ausspuckt und so weiter und so fort … das nenne ich neuro-wissenschaftliches Coaching. Witzig, empathisch, smart, blitzschnell und nachhaltig. Kein Vergleich mit dem traurigen jahrelangen Herumsitzen in einer Psychotherapie.

Kurz & Gut

… „man müsste schon Gott heißen, um so was Tolles erfunden zu haben“, schreibe ich deswegen in meinem Coachingbuch voller Psychotricks, was die begeisterte Lektorin „Problemwegzaubern“ nannte, was ja irgendwie sogar stimmt. Wir haben eine Art Perpetuum Mobile für Lebenserfolg im Kopf. Und das funktioniert die ganze Zeit vor dem Tod. Es hört erst auf zu tickern und zu schaffen, wenn die Luft wegbleibt oder ein Stein uns den Kopf zertrümmern würde, vorher hört es nicht auf.

Sobald man diesen Regelkreis mal richtig kapiert hat, geht man nicht mehr oft zum Arzt und schon gar nicht zum Psychiater. Ganz logisch erzählt uns nämlich dieser Regelkreis der 3 Kopforgane, dass jedes Körperleiden schlichtweg ein Symptom ist und uns darauf hinweist, dass ein emotionaler Konflikt zu lange köchelte. Wenn das Symptom schlimm ist, muss ein Arzt her, das ist klar. Aber der wird nicht nachhaltig nützen, solange wir nicht die Ursache entschärft haben, also den emotionalen Konflikt lösen. Am besten im Coaching mit einem unabhängigen Mentor an der Seite, der die Bedeutung von Neurowissenschaft im Coaching kennt und nutzt!

So viel für hier und heute

Vielleicht kommt bald ein Berle-Buch darüber, warum ich im Grunde alle ICD-10-Symptome nicht akzeptiere, weil wir nicht mit Symptomen rummachen beim Coaching, sondern die Probleme abschaffen, die Sie gerade plagen. Wir verwandeln Ihre Probleme in Ziele und Lösungen. Weswegen ich mit Recht sagen kann: Bei mir wird niemand krank geredet, sondern fit gemacht für stolzes freies Leben.  Und sollten Sie mal einen Freund treffen, der Ihnen etwas erzählen will von der Depression, die ihm attestiert wird, oder dem Burnout, dann fragen Sie ihn doch schlicht: „Was macht Dich so traurig, dass Du keine Freude mehr im Leib hast?“ Das ist der Anfang zur Problemlösung.