Als Frau ein Männercoach

 

Als Männer-Coach muss man nicht Mann sein

Männer-Coach: Ich glaube, es hat sich vermittelt und herumgesprochen, dass ich Klartext spreche und keinen Schmus erzähle.

Und ich bin völlig unideologisch. Ich mag Ideologien und -Ismen nicht.

Eine der modernen Ideologien heißt seit den 1968er Jahren, Frauen seien die besseren Männer, pardon: Menschen. Ich mochte auch die alte Ideologie nicht, wonach Frauen als dümmer galten und den Männern unterlegen. Diese Ansicht hat sich in der westlichen Welt inzwischen erledigt. Frauen waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts ungebildeter. Dasselbe galt für Arbeiter-Kinder. Beide soziale Gruppen haben inzwischen ihr Bildungsdefizit ausgeglichen, weil im Zug der Ent-Ideologisierung des allgemeinen Denkens mehr Freiheit in Form von Durchlässigkeit ins Schulsystem einzog und sich die Universitäten öffneten. Ein herrlicher Zuwachs an Freiheit und Gleichheit der Chancen. Beides muss wahrgenommen werden.

Chancen nutzen dürfen

Ich finde die Gleichheits-Quote schlichtweg degoutant. Ich habe mir meine beiden Karrieren – als Journalistin und als Lifecoach – selber erarbeitet und bin stolz darauf, denn leicht war das nicht. Und genauso schwer ist es noch heute, ein zukunftsorientiertes Studium der M.I.N.T.-Fächer zu absolvieren. Aber solches Wissen macht eben zukunftsfit. Wir brauchen Schulen, die Mädchen und Jungs gleichermaßen ermutigen, sich den Mühen des Wissenserwerbs in den „harten“ Fächern zu stellen. Und wir brauchen die Besten, unabhängig vom Geschlecht, um konstruktiv in Wirtschaft und vor allem in der Politik neue Ideen und Wege zu entwickeln.

Männer-Coach: Kurz gesagt ist es bei mir in Zahlen so:

60-70% meiner Klienten sind Männer. Und das, obwohl man sagt, Frauen seien veränderungsbereiter und buchten deswegen in größerer Zahl Coachings. „Du kannst mehr!“ unter diesem Label finden im Allgemeinen die Frauencoachings statt. Die Frauen, die  mich engagieren, sind zielstrebige ambitionierte Damen, hochintelligent, häufig auch hochbegabt. Führerinnen, Königinnen, Herrscherinnen, in der Kategorie der Archetypen formuliert. In der Ego-Kategorie formuliert: Alpha-Frauen.

Was ist nun mit den Herren? Die Herren sind allermeist auch solche und verwandte Archetypen, ebenfalls hochintelligent bis hochbegabt, Alpha-Männer.

Bin ich also ein Alpha-Coach, statt Männer-Coach?

Ich bin eine Jungs-Mutter gewesen

Männer-Coach: Es gibt in der Mann-Frau-Sache enorm viele Vorurteile. Als Mutter eines Jungen habe ich sie alle abgelegt.

So wie früher Frauen für dümmer gehalten wurden, weil wir angeblich kleinere Gehirne haben, als Männer, hält „frau“ Männern nun etwa mangelnde Emotionalität vor.

„Hei“, sagte erst diese Woche ein Klient im Coaching, „ich habe schließlich auch Gefühle. Ich weine halt nicht gleich in der Öffentlichkeit. Aber ich könnte glatt weinen, wenn mir andauernd deswegen Gefühllosigkeit vorgehalten wird.“

Ganz einfach: Männer verarbeiten Gefühle anders. Sie haben aber Gefühle.

Ich bin eine Jungsmutter gewesen und habe in der Erziehung meines Sohnes enorm viele AHA-Erlebnisse gehabt. Denn ich habe gelernt: Männer sind anders und sie sind sensibel und verletzbar. So wie Mädchen. Nur halt auf Jungs-Art.

Männer sind keine Mörder

Ich habe von der Müttergeneration taffe Trümmerfrauen-Vorurteile gegen Männer gelernt gehabt und – abgelegt.

Männer waren Soldaten und also Mörder. Pauschalitäten wie diese finde ich dumm und grausig.

Differenzierte Sicht ist die: Männer wurden in den Weltkriegen zu Soldaten gemacht, Männer wurden also zum Töten gezwungen.  Aber ganze Kohorten von Frauen glaubten das Vorurteil ebenso wie den Schlagertitel: „Männer sind alle Verbrecher, ihr Herz ist ein finsteres Loch …. aber lieb, aber lieb sind sie doch…. “

Wollen Sie es anhören? Hier.

Ein schrecklicher Unsinn, der auch aus der Unterlegenheits-Erfahrung der sich emanzipierenden Frauen des 19. Jahrhunderts kommt.

Und in den Weltkriegen erlebten Frauen Männer tatsächlich ja als von der zivilisatorischen Leine gelassene, vergewaltigende Ungeheuer. Was Zivilisiertheit ausmacht, erfuhren wir abermals nach 2015, als eine Welle von zumeist männlichen Flüchtlingen aus kulturfernen, gewaltgewohnten und nicht-zivilisierten Herkunftsländern über Deutschland schwappte: Die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen schnellte hoch. Diese Männer brachten die Probleme ihrer Herkunft zu uns.

Differenzierte Darstellung der Statistiken hier.

Frauen sind keine Gutmenschen

Ich habe begriffen, dass Männer und Frauen tatsächlich jeweils anders sind. Und wir sind jeweils wertvoll, weil wir so sind, wie wir sind.

Mit der Akzeptanz der Unterschiedlichkeit fängt der größtmögliche Respekt an. Aus meiner Sicht ist es größtmögliche Respektlosigkeit, die Unterschiede negieren zu wollen, wie es die Gender-Ideologen tun.

Jungen sind Menschen, die Bagger anstaunen. Mädchen sind Menschen, die mit Puppen spielen.

Und dass es immer Ausnahmen, Abweichungen, Ausreißer gibt – ja, das lehrt uns die Statistik.

Frauen weinen leichter als Männer. Das heißt nicht, dass sie gefühlsstärker seien. Frauen gehen gerne in die Opferrolle, weil es dafür tradierte Rollenbilder gibt, weil es bequemer scheint. Frauen haben subtile Unterwerfungtaktiken und sind keine Gutmenschen.

Mehr erfahren über den „sekundären Krankheitsnutzen“.

Die toxische Mütterlichkeit

Erinnern Sie sich, wie Ihr Junge einfach keine Lust hatte, das Schnürsenkelzubinden zu lernen?

Mein Sohn damals stellte sich auch komplett unwissend …. ein toxisch-mütterlicher Redestil sähe hier so aus:

„Also echt, nun habe ich es Dir doch schon 100 mal gezeigt ….. wieso kapierst Du das nicht …. jeder muss das lernen … alle lernen das … Du bist doch schließlich schon ein großer Junge …. Du wirst hinfallen, wenn Du die Schuhbändel nicht zumachen kannst … was werden denn Oma und Opa denken …. die in der Schule werden Dich noch auslachen … und die Mami wird ganz traurig … und der Papa ist auch schon ganz verzweifelt …. sei doch Vorbild für deine kleinen Schwestern ….. „ naja und so weiter und so fort.

Das ist ein kastrierender Redestil, der die keimende männliche Würde eines Jungen zutiefst verletzt. Frauen schlagen gerne mit Wörtern und machen Männern schlechtes Gewissen.

Sie sollten als Jungs-Mutter solche Probleme lieber an den Vater delegieren, der die passenden Worte finden wird. Womöglich werden Sie sich dann ziemlich über die befehlsähnlichen Klartext-Ansagen wundern, und womöglich werden Sie von Mitleid überschwemmt mit dem „armen kleinen Jungen“, der aber nur so von einem Mann lernt, ein Mann zu sein.

Toxische, neurotische Mütter dagegen haben die Weisheit gepachtet und beanspruchen die Deutungshoheit ihrer Familie.

Gleichzeitig jammern sie und klagen und machen Druck, weil sie sich oft als Opfer empfinden und diese Rolle auch nicht aufgeben wollen, weil sie Mitleid und schlechtes Gewissen einfordern lässt.

Männer haben keinen EQ? Doch!

Männer-Coach: Mir kommt es vor, dass Männer im Coaching unendlich froh und dankbar sind, ihre Emotionalität mal zeigen zu dürfen.

Wenn Männer ihr Herz öffnen, so stelle ich im Coaching fest, dann zeigt sich enorme Herzlichkeit.

Das ist keine leichte Sache, wenn man in der Kindheit gesagt bekam, dass Indianer keinen Schmerz kennen und ein echter Mann nicht weint.

Aber hoppla – da sind wir schon bei einem gravierenden Missverständnis: die Fehlinterpretation dessen, was Emotionalität sei!

EQ heißt nicht, dass man im Stuhlkreis sitzt und weint. Das Maß an Tränen-Kompetenz, anders gesagt, ist nicht der Maßstab für EQ – auch wenn viele Frauen das glauben. „Gehe rein in den Schmerz!“, „Komm her, heul dich mal richtig aus“ – das sind aus Sicht der lösungsorientierten positiven Psychologie Sätze aus dem Arsenal der alten Psychologie und Psychotherapie. Tatsächlich ist es so, dass der Schmerz größer wird und nicht kleiner, wenn man sich in ihn hineinsteigert.

Tatsächlich ist es so, dass der Schmerz nachlässt, wenn man auf andere Gedanken gebracht wird, so dass die Gefühlslage sich bessert, so dass man sich auf die Zielebene der Lebensgestaltung schwingen kann, auf der niemand mehr weinen will.

Denn es ist ausgeschlossen, Zuversicht zu empfinden und zu weinen dabei.

Kleiner Exkurs in die Hirnmechanik:

Männer gehen in Aktion

Das ist ein interessanter Satz, den man gut in Frage stellen kann und muss: „Männer schweigen Probleme aus“.

Oder: „Der liebt mich ja nicht, der redet ja nicht richtig mit mir!“ Eine verbreitete Frauenklage.

Schweigen die Männer echt Probleme aus oder tun sie einfach etwas dagegen? Oder haben sie weniger Probleme, die Männer, oder geht womöglich bei ihnen der Umsetzungsvorgang Problem-Lösung schneller?

Oder hat alles mit der Steinzeit zu tun?

Damals waren die Männer die Jäger, mitunter wochenlang unterwegs auf der Pirsch, um die Horde, den Stamm zu versorgen mit dem Bärenfleisch, Rehbraten, Honigwaben und was sich so finden ließ. die Frauen hockten zuhause in den Höhlen oder Pfahlbauhäusern und verwalteten die kommunalen Dinge. Männer haben es also seit Jahrtausenden gelernt, in die Aktion zu gehen. Also gehen Männer schlichtweg anders mit Problemen um, als Frauen, die wir in den Pfahlbauten unsere Kommunikationsfähigkeit trainiert haben, an der eigentlich nur ein Punkt schlecht ist: Das Diskutieren von Problemen führt leicht dazu, dass man sich in ihnen komplett verheddert und verliert.

Hirnmechanisch, neurowissenschaftlich ist es viel besser, zur Problemlösung in irgendeine zielführende Aktion zu gehen. Also lässt sich sagen, dass Männer „von Natur aus“ oder kulturell tradiert bessere Problemlösungsstrategien haben als Frauen.

Sie schweigen gar nicht, sondern sie handeln im Problemfall, weil sie nach Lösungen streben. Was ich sonst noch so über Männer denke, hier:

Das beredsame Schweigen der Männer

Meine Erfahrung nach unzähligen Coachinggesprächen mit großartigen Frauen und Männern ist die: Männer reden sehr gerne, aber sie reden anders.

Sie reden oft nicht mit Worten, sondern mit Blicken, Gesten und Taten.

Männer reden gerne konkret. So wie sie gerne handeln. Sie reden handlungsbezogen und direkt. Und sie schätzen es, wenn Frauen mit ihnen genau so reden: handlungsbezogen, direkt und lösungsliebend.

Männer tauschen gerne Erfahrungen miteinander aus. Frauen reden gerne mit anderen Frauen über Männer.

Frauen reden gerne um den heißen Brei herum, um bloß niemanden zu verletzten. Da sind Männer in der Regel viel klarer. Sie sagen fast immer was sie denken. Das lässt sie leicht weniger einfühlsam erscheinen. Dann handeln sie sich den Vorwurf ein, unsensibel zu sein.

Männer erzählen gerne Geschichten und sie hören gerne gute Geschichten, weil das schließlich den Erfahrungshorizont erweitert, also das Lösungs-Potenzial vergrößert. Männer fürchten aber weibliche Moralpredigten ungefähr so heftig, wie der Teufel das Weihwasser fürchtet. Und das hat mit den Müttern zu tun, die schließlich Frauen sind. Toxisch wird Mütterlichkeit dann, wenn sie nicht die genetisch angelegte Andersartigkeit der Söhne akzeptiert und respektiert.nicht

Jungs wie Männer hören lieber klare Verhaltensanweisungen als lange Reden-Appelle und moralisch akzentuierte emotionale Begründungen.

Ich finde, die Welt braucht wieder mehr Männlichkeit:

 

Coaching ohne Moralpredigten

Also meine 20-jährige Erfahrung lässt mich sagen: Ja, ganz offenbar. Ich scheine ein Männer-Coach zu sein. Und ich bin es gerne.

Ich erlebe gerne die Dankbarkeit der Männer, mit einer lebenserfahrenen Frau auf Augenhöhe und ohne Moralpredigten kommunizieren zu können.

Ich erlebe gerne, dass Männer im Coaching ihr Herz öffnen, weil sie im Coaching nicht mit Vorwürfen konfrontiert werden.

Mich berührt die Sensibilität der Männer, die sich zeigt, sobald sie ihr Herz öffnen und dann mit Entschlossenheit und Lösungswillen auch heikelste persönliche Probleme vertrauensvoll auf den Tisch legen.

Ich habe inzwischen ca. 60-70% männliche Klienten. Das ist ein statistischer Ausreißer. Sofern das On-Dit stimmt, dass Frauen sich gerne beraten lassen, Männer dagegen mehr probieren, wie sie es alleine schaffen können

Ich glaube, dass das tatsächlich stimmt: Männer vertrauen in der Regel mehr auf die eigenen Fähigkeiten. Frauen rufen schneller um Hilfe.

Beide Strategien haben wahrlich Vor- und haben Nachteile.

Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben sich verfahren. Ihr Navi im Auto ist kaputt.

Sind Sie eine Frau, werden Sie ein Weilchen herumkurven, dann aber den nächsten Menschen, der sich zeigt, nach dem Weg fragen. Stimmt’s?

Männer fragen nicht nach dem Weg, sondern aktivieren ihren atavistischen Abenteuergeist, denken, rechnen, wollen die Lösung alleine finden.

So erklärt sich das empirisch gewachsene Vorurteil, dass sich Frauen eher einen Coach engagieren, als Männer.

Warum hat Dr. Berle dann so viele männliche Klienten? Warum bin ich Männercoach? Oder bin ich es gar nicht? Vielleicht bin ich einfach ein freundlicher Mensch mit großer Expertise und ohne Vorurteile. … und ich liebe das Potenz-Steigern bei Männern und Frauen!

 

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