Toxische Mütterlichkeit stoppen

Denn toxische Mütterlichkeit erstickt Leben

Alle Erfahrungen mit dem Phänomen toxische Mütterlichkeit begannen natürlich in der Kindheit.

Die eigene Mutter ist die Person, die uns das Leben gab, die uns austrug, die uns unter Schmerzen in die Welt brachte, die uns nährte.

Das ist die allererste Person im Leben, die wichtigste. Ihr Herzschlag ist der unsere. Wir spüren, lernen, dass wir untergehen, gar nicht leben können, ohne diese unglaublich machtvolle Mutter-Energie.

Diese nährende, umfangende, lebensspendende Mutter ist es aber auch, die uns jäh von sich stößt. Dann ist sie toxisch: Sie ist ungeduldig mit uns, sie verlangt plötzlich Leistung. Sie kämmt uns nicht liebevoll, sondern ungeduldig die Haare und reißt und zupft. Sie sperrt uns aus, wann immer es ihr passt. Wenn sie unser Verhalten mit Schweigen bestraft, dann ist das Vernichtung. Sie hält Versprechungen nicht ein, oder nur unter Bedingungen, die sie setzt. Sie ist leicht beleidigt und will dann von uns getröstet werden, obwohl wir ihren Ansprüchen ja nicht genügen.

Toxische Väter gibt es nicht?

Doch, gibt es natürlich. Es gibt den brüllenden, verletzenden, traumatisierenden Vater, den schwachen Mann, der Vater wurde.

Wenn der Vater sein toxisches Repertoire zeigt, ist es auch nicht schön, aber es ist anders, denn ihn können wir hassen und verachten. Aber er steht uns nicht so nahe, wie die Mutter es tut. Wir können leichter auf Distanz gehen. Die Mutter können wir höchstens fliehen, wenn wir erwachsen sind. Sie ist so viel mächtiger in unserem Leben, weil die alte Symbiose mit ihr die Furcht vor Verstoßung und Tod nahelegt, würden wir gegen sie opponieren.

Gegen den toxischen neurotischen Vater werden wir opponieren und auf diese Weise können wir doch an ihm wachsen, sofern uns die Mutter nicht diesen Weg verbietet. Ein schlechter Vater ist daher generell besser, als gar kein Vater, das ist meine aus vielfältiger Erfahrung gewonnene Überzeugung.

Die liebevolle Mutter gibt Freiheit

Die liebevolle gute Mutter stößt ihr Kind nicht von sich, sondern umfängt es, befürsorgt es, und sie gibt es irgendwann frei in die Obhut des Vaters. Das kann sie selber nur tun, wenn sie selber wärmende Mutterliebe erlebt hat und zugleich die Liebe und Wertschätzung einer Mutter für den Mann und Vater des Kindes, das sie selbst war. Nur dann kann sie Wertschätzung weitergeben, kann auch ihr Kind seinem Vater anvertrauen. Was wiederum voraussetzt, dass sie den richtigen „gleich großen“ Mann als Vater der gemeinsamen Kinder aussuchte, was sie nicht tun kann, wenn sie selber mit einem verachteten Vater oder ganz ohne Vater aufgewachsen war.

Ja, das ist wirklich ein Teufelskreis. Aber wir haben Verstand und Emotional-Kompetenz und können mit Bewussteit jeden Teufelskreis durchbrechen!

Toxische Mütterlichkeit – Selbstüberhöhung aus Kleingefühl

Die toxische Mutter akzeptiert nicht die sich herausbildende Individualität ihrer Kinder. Sie kann schlecht gleich starke oder stärkere Persönlichkeiten neben sich dulden. Sie kann das Nein eines Kindes nicht aushalten. Sie wird ihrem Jungen vermitteln, dass er genausowenig taugt und wert ist und ernstgenommen werden muss, wie sein Vater. Sie wird es nur schwer ertragen, dass neben ihr eine Tochter heranwächst, die sie an Schönheit und Größe übertreffen könnte.

Aus vielen Coachingmandaten weiß ich, dass toxische Mutter-Tochter-Beziehungen Hass-Liebe-Beziehungen sind. Die Tochter wird zu wenig gelobt, sie wird bevormundet, bekrittelt. Es fehlt schlicht an mütterlicher Hingabe und Bewunderung für die heranreifende Person, die nur aus Hingabe resultieren kann. Nur liebevolle Menschen sind zur Hingabe fähig.

Die Mutter, wenn sie toxisch, besitzergreifend, willkürlich, launisch war, verletzt Kinderherzen zutiefst. Und sie begegnet uns dann in unterschiedlichen Verkörperungen immer wieder – bis wir erwachsen sind und die Kraft finden, uns aus diesem uralten Muster zu lösen.

Sie nutzt die Kleinheit des anderen zur Selbsterhöhung. Sie macht gerne andere Menschen von sich abhängig. Aus diesen Gründen zeigt sich toxische Mütterlichkeit sehr oft in Lehr- und Heilberufen.

Wölfinnen in Schafspelzen

Die Mutter eines meiner Klienten war Lehrerin. Sie ärgerte sich über ihren Sohn, verklagte ihn beim Vater, so dass der, wenn er abends nachhause kam, seinen Gürtel losmachte und den Jungen verprügelte.

Das ist toxische Mütterlichkeit, weil niemand von seiner Mutter Verrat erwartet, sondern bedingungslose Loyalität in Erinnerung der allerersten Symbiose-Beziehung der frühesten Lebenszeit.

Die Mutter eines anderen Klienten war Ärztin und ließ ihre Beziehungen spielen schon vor der Musterung ihres Jungen für den Wehrdienst. Und siehe da, er war untauglich wegen erheblicher Rückenprobleme, von denen er bis dahin nichts gewusst hatte. Freudianer nennen so einen Akt der Bevormundung seelische Kastration. Klar, man könnte spekulieren, dass die alleinerziehende Frau ihren Sohn nicht zum Mann in der militärischen Männergesellschaft werden lassen wollte, um ihn zu behalten – jedenfalls litt er Zeit seines Lebens unter der Sache.

Die Mutter einer Klientin war Krankenschwester. Wann immer die Tochter versucht hatte, gegen ihren Willkür-Angst verbreitenden Vater anzugehen, verbot die Mutter ihr das. Toxische Mütter sind Meisterinnen der moralischen Relativierung. In diesem Fall beschimpfte die Mutter den Vater, wo es nur ging. Wollte die Tochter sich wehren, sagte die Mutter, der Vater sei eben ein armer Mann und verdiene eigentlich Mitleid, er werde sich schon wieder beruhigen. „Warte, bis Du erwachsen bist, dann kannst Du gehen.“

 

Der ausgegrenzte Vater

Immer wieder begegne ich in Coachings mit Klientinnen, dass ihnen von der Mutter in der Kindheit der Vater schlechtgeredet wurde. Er sei ein böser Narzisst gewesen, ein Hallodri und Fremdgänger, der Mutter und Kind verantwortungsloserweise verlassen habe. Diese toxischen Mütter rühmten sich dafür, „alleinerziehend“ zu sein, also sehr tapfer und besonders stark. Dieses Schlechtreden eines Vaters zementiert die naturgegebene Abhängigkeit eines Kindes von der Mutter. So fehlt dem Kind der Impuls, sich freizuschwimmen.

Wo der Vater fehlt, haben Menschen keine starke Kraft an der Seite, die ihnen Leitplanken und den Weg ins Erwachsenenleben aufzeigt.

Wir müssen die Väterlichkeit wieder an ihren Platz stellen!

Menschen ohne Vater fehlt Orientierung.

Wirklich sehr oft habe ich in Coachings erlebt, dass regelrecht ein Ruck durchs System ging, wenn Klientinnen und Klienten meinem Rat folgten und den verfemten, verbannten Vater kontaktierten und kennenlernten.

„Der ist genauso ein bunter Vogel, wie ich!“ jubelte eine Mittdreißigerin.
„Wir sind uns so gleich in der Art, das ist doch verrückt!“ sagte eine andere Klientin strahlend. Klar, wenn uns der Vater kaputtgeredet wird, fehlt uns eine innere Hälfte.

 

Mädchen von starken Armen gehalten wird eine starke Frau werden.

Ein starker Vater ist eine feste Burg.

Starke Väter geben Sicherheit

Denn Väter sind in der Regel die Menschen in unserem Leben, die uns beschützen und gleichzeitig zur Leistung anspornen und dann dafür loben, so dass wir stolz und stark werden. Ein starker Vater ist wie eine feste Burg, von der aus sich die Welt erobern lässt.

Sehr erfolgreiche Frauen mit großer Karriere sind Vater-Töchter.

Der Vater ist die erste große Liebe der Tochter! Ist er stark und fürsorglich, wirkt sich das enorm prägend aus: Frauen mit einer starken Vater-Beziehung treffen unverkrampft und sicher ihre Entscheidungen bei der Partnerwahl, weil sie sich der Unterstützung ihres Papas so sicher sind, wie ihres eigenen Wertes. Starkes Selbstbewusstsein wirkt sich nachhaltig auch auf ihre Berufswahl und die Karriere aus.

Hierzu eine neuere Studie.

Starke Väter sind ebenso Ansporn und Vorbild auch für die Söhne, klar.

Ein Klient erinnerte sich, wie seine Mutter tröstend meinte, das mache doch nichts, dass er nicht Fußball könne. Sein Vater war zumeist beruflich verreist und sowieso ein Wissenschaftler-Schöngeist. „Ich hätte es, verdammt noch mal, gerne gekonnt und einen gebraucht, der es mir gezeigt hätte!“

Fehlt der selbstbewusste Vater, leiden Menschen unter Ich-Schwäche, mangelnder Wehrhaftigkeit, geringem Selbstwertgefühl, wenig Selbstwirksamkeits-Erwartung. Sowohl Töchter, als insbesondere auch Jungen.

Projektion und Re-Inszenierung

Vaterlos aufgewachsene Frauen neigen zur Re-Inszenierung der erlebten Toxizität ihren eigenen Kindern gegenüber. Und sie reden Männer generell schlecht und fordern die Gleichstellungsquote. Anstatt durch Eigenleistung zu überzeugen, lamentieren sie lieber über die Ungerechtigkeit, genau, wie die Mutter es tat. Sie projizieren dies generalisierend auf „alle Männer“. Im Schlechtreden der Männer zeigt sich eine Projektion von Selbsthass.

Den früher auf die Mutter unterschwelig empfundenen Abwehr-Hass übertragen sie ebenfalls generalisierend zugleich auf „alle Frauen“. Das ist ein interessantes Phänomen, das sich bei den Post-68er-Geborenen in der Gender-Verstiegenheit zeigt. Eine grüne Bundesfamilienministerin brachte diese aus Selbsthass kommende Nivellierung auf den Spruch: „Eine Frau ist, wer sich dafür hält.“ Männer werden entmannt, indem man ihnen nahelegt, sich für Frauen zu halten. Eine Bestrafungsaktion! Der schwache Vater, der nicht gegen die toxische Mütterlichkeit schützte, wird ex post ausradiert. Damit berauben sich Frauen natürlich der Chance auf die Erfahrung erfüllter Liebe mit einem womöglich wundervoll geratenen Mann. Sie verhindern das ganz normale Liebesglück, weil die toxischen Mütter ihnen beibrachten, dass es das gar nicht geben könne.

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Alle Toxizität kommt aus Hass

Jeder Psychologe, Coach, Psychotherapeut kennt das Phänomen der Übertragung oder sollte es kennen. Unter Übertragung versteht man in der Psychologie, dass die Gefühle des Klienten für jemand anderen, etwa die übermächtige Mutter aus der Kindheit, auf den Therapeuten umgeleitet werden.

So kommt es vor, dass Klienten mit nachdrücklichen Erfahrungen toxischer Mütterlichkeit sich unbewusst ausgerechnet einen weiblichen Coach aussuchen. Das anfängliche Vertrauen kann schlagartig sehr negativen Gefühlen weichen. Klienten übertragen dann unbewusst die alten Abwehr- und Angstgefühle aus der toxischen Muttererfahrung auf die Coach-Frau (oder die Ärztin, die Lehrerin, die Therapeutin, die Vorgesetzte), weil diese als potenziell mütterlich befürsorgend herbeigesehnt wurde. Das kann kippen, wenn sich im Zuge wachsender Vertrautheit die alte Angst des Kindes meldet und in Form von Trotz, Hass und Widerstand äußert.

„Ich mag Sie doch richtig!“ sagte eine Klientin zu mir im Skype-Coaching, nachdem sie mich kurz davor als komplett unfähig beschimpft hatte. Die Mutter dieser Frau war übrigens Krankenpflegerin und ausgesprochen herrschsüchtig Mann und Kindern gegenüber.

Auf diese Weise werden – sehr verschlungen aus den Tiefen der Seele heraus – alte ungelöste Konflikte wieder und wieder inszeniert – bis man sie auflösen und befrieden kann. Im Coaching gelingt es in aller Regel, solche alten Angst-Abwehr-Muster bewusst zu machen und sogar aufzulösen.

Man muss es wollen. Alle meine Klienten haben, ehe sie mich engagierten, die Entscheidung für mehr Freiheit und Selbstliebe getroffen und lassen sich also bewusst auf das Abenteuer des persönlichen Wachstums ein. Nur sehr wenige zucken zurück.

Kinder brauchen beide Eltern

Kinder brauchen Mutter und Vater, die in Liebe verbunden sind.

Die übergriffige Wokeness-Ideologie, die alles nivellieren will, die die kulturelle Vielfalt und auch die Unterschiede zwischen Frauen und Männern negieren will, liegt einfach grottenfalsch.

Ich erkenne nicht, wer dahinter steckt – manchmal kommt mir die ganze Ideologie durchaus gesteuert und als Ausgeburt menschenfeindlich böser Absicht vor.

Aus meiner Sicht ist alles gut für Menschen, was Menschen in ihrem jeweiligen Potenzial stärkt. Alles halte ich für schlecht, verwerflich und menschenfeindlich, was Menschen schwächt.

Mein Beruf ist es seit vielen Jahren, Menschen zu stärken, die nicht schwach sind, sondern die schwächeln, auch WEIL man in der Kindheit nicht ihre Stärken so gefördert hat, wie es sich gehört.

Hingebungsvolle Eltern

Wenn die Hingabe fehlt, werden aus gestressten Kindern trauernde Erwachsene. Diese imitieren dann die Eltern wieder und setzen den Teufelskreis fort.

Die vergiftete Kindheit findet im Erwachsenenleben immer wieder Ventil und Ausdruck.

Die toxische Mutter zeigt sich etwa durch herabwürdigende Vorgesetzte. Das Erlebnis eines fehlenden oder innerlich abwesenden Vaters wird angetriggert, durch etwa eine demütigende Liebesbeziehung oder eine Kette davon.

Oder der Mangel-Schmerz wird reaktiviert, weil jemand so freundlich und zugewandt agiert, wie man den Vater gerne gehabt hätte, so dass schlagartig die ganze verdrängte Kindertrauer hochschießt.

Um toxische Mütterlichkeit einzuzäunen, braucht es liebevolle Männer. Wer ungeliebt aufwuchs, muss sich an konkrete Situationen der Geliebtheit erinnern, um Liebe wachsen zu lassen. Man muss die Liebe in sich wecken und wachsen lassen, um das alte Gift zu auszutreiben.

Ja, ich bin überzeugt, dass es jederzeit möglich ist, die Kette zu unterbrechen und aus dem toxischen Teufelskreis auszubrechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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