Glaubenssätze, Mäuse und Leoparden

Warum Sie negative Glaubenssätze loswerden müssen

Glaubenssätze verhindern unter Umständen jeden Lebenserfolg: „Be great again, get your biggest best!“ Wäre das erlaubt bei Ihnen? Das ist die spielentscheidende Frage. Wenn dieser Satz in Ihnen Abwehr und Unbehagen auslöst, sind private Glaubenssätze am Werk, die Sie klein halten.

Ein Glaubenssatz ist wie ein kleines Spielprogramm auf der Festplatte. Glaubenssätze sind wie Kutscher, die unser Leben steuern. Und zwar tun sie das aus dem Unterbewusstsein heraus. Und sie tun das sehr subtil.

Falsche Glaubenssätze blockieren Zielformulierungen und Handlungen. Gute Glaubenssätze beflügeln:

Alles ist möglich, oder nicht? Das Glück ist mit den Tüchtigen, oder wie? Durch Fehler wird man schlau, oder muss man Angst vor ihnen haben? Es ist nie zu spät. Oder doch?

„Be great again“ ist eine Aussage mit einem „Yes, I can“-Glaubenssatz im Hintergrund. Sie wissen schon, der hierzulande geschmähte Ex-US-Präsident Trump sagte das immer. „We make America great again!“ Wenn das bei uns jemand sagen würde, würde man ihn größenwahnsinnig nennen. Viele meiner Klienten fürchten sich vor speziell diesem Etikett, und ich sage dann immer: „Wichtig ist doch in Wahrheit, wie wahnsinnig groß Sie sein wollen!“ Und wie groß Sie überhaupt sein dürfen.

 

Die bösesten Glaubenssätze machen uns klein

Meine Meinung ist die: Glaubenssätze agieren im Unterbewusstsein dermaßen subtil, dass niemand sie alleine in ihrem negativen Brems-Potenzial erkennen, geschweige denn transformieren  kann. Tipps und Tricks, wie sie hundertfach im Internet nachzulesen sind, helfen da nicht. Sie kommen alleine nicht an Ihr Unterbewusstsein heran – von wo aus die Glaubenssätze agieren. Die guten ebenso wie die bösen. Die individuellen ebenso wie die gesellschaftlich induzierten Glaubenssätze.

Es gibt kulturell und auch religiös geprägte Glaubenssätze, Grundeinstellungen, die Menschen daran hindern, ihre individuelle Größe und Wirksamkeit zu entfalten. Und es gibt Glaubenssätze, die wir von den Eltern übernommen haben, die von deren individueller Prägung stammen.

„Never touch an running System“ etwa ist ein beliebter allgemein verbreiteter Leitsatz, der Wandel und Entwicklung im Leben bremst . „Es könnte ja noch viel schlimmer kommen!“, sagen die Change-Gegner auch gerne und raten zum Kopfeinziehen.

 

„Du bist nicht gut genug!“

Das ist ein Familien-Glaube, an dem viele Menschen leiden.

Stellen Sie sich dies vor: Eine junge Frau schafft auf verschlungenen Pfaden endlich das Abitur. Sie ist hochintelligent, aber als Gastarbeiterkind in der tiefen bayerischen Provinz kommt sie natürlich erst mal auf die Hauptschule. Jemand interveniert und sie kommt auf die Realschule. Die absolviert sie lustlos, weil fürchterlich unterfordert, und macht hernach das Wirtschaftsabitur nach, weil man mit 16 oder 17 schon ganz gut für sich entscheiden kann. Sie kocht wahnsinnig gerne und ergoogelt in ihrer Stadt die Sternköche. Sie bewirbt sich bei 5 ersten Adressen. Sie wird zum Probearbeiten eingeladen. Sie bekommt 5 Zusagen. Jetzt raten Sie, was hat sie gemacht?

„Ich habe mich nicht getraut!“ sagt sie Jahre später im Coaching. „Ich glaube, ich habe nicht mal abgesagt.“

Da waren Glaubenssätze am Werk und zwar solche der Eltern, die sie übernommen hatte, weil wir das in der Kindheit eben übernehmen. Wir übernehmen das Weltbild der Eltern! Und hier hieß das: „Sterneköche! Das schaffst Du doch nie!“ Und es hieß: „Das ist doch nicht unsere Welt!“ Und: „Dafür sind wir nicht gut genug!“

Ein anderer Glaubenssatz sagte paradoxerweise genau das Gegenteil: „Für die Drecksarbeit in der Küche bist Du zu gut, Du sollst studieren!“ Die Mutter sagte das, und die Tochter studierte Jura. Beim Staatsexamen fiel sie zwei Mal durch.

Hier wirkte sich, meine ich, vor allem wieder das „Dafür sind wir nicht gut genug!“ aus.

Fremdgesteuert oder willensstark

Glaubenssätze sind Dogmen. Kennen Sie die Ihren überhaupt?

Wenn solche Dogmen unser Leben bestimmen, denken und handeln wir fremdgesteuert.

Könnte doch sein, der alte Satz stimmt: Hochmut kommt vor dem Fall! Oder? Kennen Sie den auch? Das heißt, man darf nie glücklich sein, denn vielleicht stimmt ja auch jener alte Satz, die Erde sei nicht das Paradies, sondern eben ein Jammertal. Außerdem stinkt das Geld leider und eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel komme. Was übrigens ein schickes Bild ist, aber falsch übersetzt. Wie mir meine Übersetzer-Freundin Holle erzählte, hieß es richtig: Eher geht ein Tau durchs Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Die Botschaft haut einen so oder so um. Außerdem haben Sie sicher auch begriffen, dass Geld nicht glücklich macht? Und wenn Sie dann noch öfter das Märchen vom dussligen „Hans im Glück“ angehört haben, ist in Ihnen eine handfeste Armuts-Software am Laufen.

Und gewiss Millionen von jungen Mädchen haben sich schon nicht getraut, große Ansprüche ans Leben zu stellen, wegen dem Gänseliesl:

Unterschiedliche Kulturen und Glaubenssätze

Mit Speck fängt man Mäuse und Geiz ist geil in Deutschland. Ja, in Deutschland, denn diese Mickerlings-Werbung funktioniert in Österreich, hörte ich, überhaupt nicht. Wieso in Deutschland? Wenn ich jetzt als Coach-Frau sagen würde „Ja, eh klar, mangelndes Selbstbewusstsein, kein Selbstwert, daher Fast Food und Kleinklein-Denken, alles geboren aus der deutschen Schuldgeschichte!“ – dann würden die einen die Neonazi-Keule gegen mich schwingen, die anderen würden sagen, das sei sehr verkürzt dargestellt. Letzteres stimmt natürlich.

Hier gerne mehr über die historisch-seelischen Zusammenhänge und die German Angst.

Die Frage ist ja sowieso, wie es mit I H N E N steht. Wie gut es Ihnen geht, oder ob es hakt und hakt und hakt. Beim Abnehmen, beim Mannfinden, Fraufinden, Liebefinden, Geldverdienen, Glücksempfinden.

Wenn es hakt, steckt hundertprozentig ein altes geistiges Eisen dahinter, das sich in Ihrem Unterbewusstsein verhakt hat und die Rolle des Schiffs-Ankers spielt. Mit dem Anker im Schlick kommen Sie nie nicht in Fahrt.

„Mein Vater sagte mir immer, schließlich bist Du nicht einer, aus dem niemals etwas wird!“ Das schrieb mir einmal ein Mann, der vor den Trümmern eines 40-jährigen Lebens stand.

Wie die Religion Menschen mit ehernen Glaubenssätzen in ihrer Entwicklung behindert, sehen wir heute sehr deutlich in Indien, wo das Kastendenken Menschen komplett an der freien Entwicklung behindert. Wir sehen es auch im Islam, wo Mädchen immer noch lernen, nichtswürdig zu sein, Opfer, Ausgelieferte. Scharia-Moralgesetze, Prügelstrafen und die grauenhaften Beschneidungen untermauern die Glaubenssätze nachhaltig.

How to be great again and greatest

Welche Glaubenssätze wohnen in Ihrem System?

Klar, dass man mit Speck Mäuse fangen kann, wissen wir alle. Aber müssen wir echt Mäuse fangen wollen? Wollen Sie beispielsweise so Kleinvieh fangen, oder lieber den Leoparden jagen? Und muss man den dann töten oder sollte man auf dem lieber reiten wollen? Und was frisst der eigentlich? So ein kleiner Speck wird den langweilen! Aber gut, damit wären wir ja schon auf der erfreulichen Handlungsebene.

Nee, nee, erstmal hingucken, was in Ihnen sich sperrt gegen das Glück, dann erst kommt die Ziel- dann die Handlungsebene. Wollen Sie sich mit Mäusen begnügen, haben Sie das gelernt? Oder auch Schuster bleib bei Deinem Leisten. Was, wenn Sie aber gar nicht Schuster sein wollen und wenn, dann schon Maßschuh-Fabrizierer? Und wieso darf man den Leisten nicht wechseln? Wären Sie als Tier lieber ein Adler oder ein Frosch?

Männer sind alle Verbrecher, war mal ein Schlagertitel sowie Wenn du zur Frau gehst, nimm die Peitsche mit gibt es aus dem Mund eines uralten Philosophen – na, tolle Basis beide Sprüche für beglückende Partnerschaften mit Lachen, Lust und Lebendigkeit. Oder? Eben nicht, eh klar, alles Unsinn, der uns aber in den Gehirnen herumwabert wie etwa auch der Satz, Geld stinke oder der, dass ein Reicher mit geringerer Wahrscheinlichkeit in den Himmel komme, als ein Kamel durch ein Nadelöhr passe. Auch der Satz Wir sind alle gleich hört sich niedlich an, hat aber brutale Widerhaken. Denn: Wer ist Wir? Und wie ist gleich nochmal gleich? Und darf man dann eigentlich noch sagen, wenn man lieber was anderes will, als dieses Wir? Oder kriegt man gleich eins auf die Rübe, wenn man ausschert?

alt="Coaching München & Stuttgart: Dr. Berle. Grafik Denken contra Dummheit"

 

Was sind Ihre Glaubenssätze?

Sie könnten mal schnell innehalten und sich überlegen, was Ihnen spontan für Sätze und Bilder durch den Kopf gehen bei Schlüsselbegriffen wie GLÜCK – LIEBE – GELD. Was assoziieren Sie? Was sind Ihre Glaubenssätze? Beglückende oder niederdrückende?

Ich antwortete zum Thema Hochmut folgendes: Wenn der hohe Mut hoch genug ist, gibt es nichts zu fallen, sondern dann folgt der freie hohe Flug …

… so wie ich gestern im Schlosspark Gänse laut in der Luft rumwedeln sah … flapp flapp flapp flapp flapp flapp … zwei gerieten mit den Flügeln plötzlich aneinander. Abgestürzt? Neee. Beide haben kurz die Kraft angespannt, minimal die Richtung korrigiert, weiter ging es im Schwarmgeschwader.

Nutzen Sie den Vatertag, mal in sich hineinzulauschen, welche Sätze in Ihrem Kopf herumklingeln diesbezüglich – in Sachen Geld, Erfolg, Frau-Mann, Lebensglück. Und schauen Sie dem einen oder anderen Satz mal ins Gesicht. Reflektieren Sie. Schauen Sie hin, wie zufrieden Sie sind im Leben. Wenn Sie erkennen, dass Sie immer wieder in dieselben Fallen tappen, die immergleichen Fehler und Fehlschläge erleben – dann sind negative Glaubenssätze am Werk. Dann rufen Sie einfach mal an.

Ist der Sonntag eigentlich heilig oder unheilig? Auch schon wieder so eine Sache wie Mausfangen und Leopardreiten … haben Sie gelernt, dass am Vatertag Männer halt rumsaufen oder haben Sie gelernt, dass Väterlichkeit eine wundervolle unverzichtbare Sache ist?

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Warum Sie an schwarze Schwäne glauben sollten!

Und lassen Sie sich Mutgeschichten erzählen!

Arbeiten Sie sich mit Spaß fürs Erste durch eines meiner Bücher.

 

 

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