Coaching befreit von Gaslighting

Gaslighting, ein Sammelbegriff für Psychoterror.

 

Gaslighting ist ein seltsamer Begriff, der einige Beziehungs-Gestörtheiten oder Psychopathologien zusammenfasst. Dagegen hilft Stärkung des Selbstbewusstseins und wehrhaftes Auftreten. Die Betreiber, die sogenannten „Gaslighter“ streben nach Macht über andere Menschen und sie scheuen dabei keine Mittel.

Hier erwartet Sie eine wahre Coaching-Geschichte, die Ihnen illustrieren wird, was Gaslighting ist und wie Sie sich schützen können.

Gaslighting – Raub der eigenen Wahrnehmung

 

Der Brite Patrick Hamilton beschrieb das Phänomen in seinem 1938 erschienenen Theaterstück „Gas Light“, in dem das Phänomen thematisiert wurde, so ist bei Wikipedia nachzulesen.

Gaslighting bedeutet, jemanden durch psychologische Manipulation mehr und mehr zu verunsichern, womöglich sogar in den Wahnsinn zu treiben. Die Wahrnehmung eines Menschen wird beim Gaslighting torpediert. Es kann Erwachsenen passieren, an manipulative Menschen zu geraten. Besonders verhängnisvoll mit weitreichenden Folgen ist es, wenn die Kindererziehung vom Gaslighting geprägt ist. Das Resultat sind dann Erwachsene, die keine innere Stärke besitzen.

„Das bildest Du Dir nur ein!“ Oder:
„Du bist eben faul!“ Oder:
„Dein Haar ist viel zu dünn, als dass Du es lang wachsen lassen könntest!“ Oder:
„Was Du immer nörgelst, das war doch lieb gemeint!“ Oder:
„Sie sind halt völlig unfähig!“

Kennen Sie solche Sätze?

Dann haben Sie vermutlich nicht eine wertschätzende Kindheit erlebt. Und womöglich haben Sie es notorisch mit Selbstzweifeln zu tun. Sie haben Gaslighter überlebt! Das ist die gute Seite.
Gaslighter sind persönlichkeitsgestörte Menschen, denen es aus innerer Schwäche um Macht über andere geht.
Siehe auch Narzissmus – lesen Sie darüber mehr hier.

Eine Gaslighting-Geschichte aus dem Coaching

Eine junge Klientin, nennen wir sie Clara, saß zum ersten Mal vor mir und schaute mich mehr und mehr skeptisch an. Schließlich sagte Sie: „Sie können mir doch auch ins Gehirn schauen, oder?“

„Was, wie, oh mein Gott, nein, niemals!“ rief ich entgeistert und fragte, wie sie darauf komme.

Clara erzählte von jener „Heilerin“, zu der ihre Mutter sie zur intensiven „Behandlung“ eine Woche lang geschickt hatte. Weil die Mutter der Tochter mehr und mehr einredete, sie sei nicht normal und bedürfe der Hilfe.
Das ist schon Gaslighting.

  • Wenn jemand einem anderen Menschen die eigene Wahrnehmung raubt und eine andere aufpfropft durch beständiges Wiederholen, dann nennt man das Gaslighting. Man könnte es auch Gehirnwäsche nennen.

Diffamierung, Brainwash, Abhängigkeit – Machtausübung

Die Tochter, nun meine Klientin, glaubte immer mehr an das, was die Mutter behauptete, zumal diese auch allen Bekannten und Verwandten erzählte, die Tochter sei seelisch hilfebedürftig und nicht als normal zu betrachten. Woraufhin die Bekannten und Verwandten das Mädchen als Hilfsbedürftige behandelten, was die Verunsicherung natürlich verstärkte. Eine wahrhaft toxische Mutter mit toxischen Methoden.

Ich denke, manipulative Erziehung im süßesten Tonfall gibt es weitaus mehr, als man denkt.

„Wenn Du die Mama lieb hast, tust Du immer, was Mama will!“

Angefangen hatte das in früher Kindheit, als die Tochter anfing sich eigene Meinungen zu bilden und die auch zu äußern. Das verunsicherte die Mutter. Um die Oberhand zu behalten, verunsicherte sie ihrerseits die Tochter bei jeder Gelegenheit. Sie unterminierte das keimende Selbstbewusstsein, sie brachte die Tochter in Zwangslagen und sorgte für Dauerstress.

 

  • Beim Gaslighting geht es um Kontrolle über Menschen, um Machtausübung. Betrieben wird das ja nicht nur von Individuen, sondern auch von Gruppen und Staaten, die man nicht immer Diktaturen nennt.
  • Üble Nachrede, Diffamierung und Ausgrenzung sind weitere Mittel der sogenannten „Gaslighter“ ebenso wie Isolierung und Abhängigmachung der betreffenden Ziel-Personen.

Clara reiste also für eine Woche in eine Art Quarantäne zur „Heilerin“. Sie berichtete, zuerst sei die Frau sehr liebevoll und fürsorglich aufgetreten. Aber mehr und mehr habe sie sich eingesperrt und unfrei gefühlt. Sie habe halt geglaubt, das liege daran, dass sie eben einen Knall habe und nicht richtig im Kopf sei.

Erst als die „Heilerin“ ihr sagte „Du weiß schon, dass ich in Deinen Kopf hinein sehen und Deine Gedanken lesen kann“ – da sei es ihr zu viel geworden.

Clara haute ab. Sie suchte ihr Heil in der Flucht. Sie übernahm damit die Initiative wieder.

Und das sollten Sie sich gut merken für den Fall, dass Ihnen hier vieles bekannt vorkommt.

  • Merke: Sobald Menschen Sie notorisch schlecht reden, grundsätzlich in Frage stellen, so dass Sie sich ausgeliefert und unfrei fühlen, heißt die Devise: Nix wie weg! Leiden Sie nicht: Handeln Sie!

Clara nutzte die segensreichen Möglichkeiten des Internets, um sich endlich selber Hilfe zu suchen und fand so zu mir.

Schon der Entschluss zum Coaching war ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit mit guten Folgen: Clara entdeckte nämlich bei der Suche nach einer Finanzierungs-Möglichkeit für das Coaching, dass Sie keineswegs mittellos war und auch nicht so abhängig von den Eltern, wie Sie meinte.

Clara entdeckte, dass sie ein Konto besaß mit einer Schenkung von einem wohlhabenden Verwandten. Und im Verlaufe unserer Zusammenarbeit begriff Sie auch mehr und mehr, dass sie die einzige Erbin dieses Verwandten ist – Sie erkannte Ihren Spielraum und begann, so gestärkt, ihr Leben zu gestalten.

Die Skrupellosigkeit der Gaslighter

Die Mutter versuchte sogleich, Kontrolle über Claras Unabhängigkeitsbestrebungen zu erlangen. Sie schickte mir in ausgesucht freundlicher Manier eine Mail und bot ihre „Mithilfe“ beim Coaching an, weil sie und ihr Mann größtes Interesse am Wohlergehen der Tochter hätten, so schrieb sie.

Ich lehnte ab. Gaslighter hassen Widerstand. Die Mutter fing an, auch mich zu beschimpfen und sogar öffentlich zu diskreditieren.

Die Tochter setzte sie einem wahren Psychoterror aus, so dass diese schließlich und endlich beschloss, von zu Hause ganz auszuziehen.
„Ja, ich muss da weg, ich werde sonst verrückt!“

Sätze mit denen Psychoterror funktioniert

„Du kannst doch gar nicht alleine leben!“

„Fahrprüfung machen? Ach was, Du wirst wieder durchfallen, Du bist doch schon einmal durchgefallen.“

„Woanders wohnen – wer soll denn Dich wollen, Dich wird niemand aufnehmen!“

„Ich meine es doch wirklich nur gut mit Dir!“

„Du kannst gar nichts, am besten wirst Du Kindergärtnerin oder Bürogehilfin.“

„Man muss Dich vor Dir selber schützen!“

Clara hatte aber inzwischen einen IQ-Test gemacht. Wie er erwies, ist sie tatsächlich hochbegabt. Aber der beste Verstand nützt nichts, wenn es an Selbstbewusstsein fehlt.
Auch Hochbegabte brauchen Förderung und Lob, sonst resignieren sie. Und auch gegen Gaslighting hilft nur Wehrhaftigkeit.

Wehren Sie sich!

Clara wehrte sich und zog innerhalb des Hauses um in eine kleine Wohnung, die der wohlhabende Verwandte ihr bereits überschrieben hatte. Ich bestärkte sie. Aber sie hatte Angst.
„Meine Mutter wird mir keine Ruhe lassen, da bin ich sicher.“

Anfangs freute sie ihre neue Freiheit. Bald leider stellte sich heraus, dass die Mutter einen Schlüssel zu der Wohnung besaß und diesen willkürlich nutzte. Sie kam Tag und Nacht unangemeldet „zu Besuch“. „Ich will doch nur schauen, ob es Dir gut geht!“ sagte sie und triggerte damit die verständliche Liebes-Sehnsucht ihrer Tochter immer wieder an – um sie genau so schnell immer wieder zu enttäuschen durch Kritik unter die Gürtellinie.

„Wie es hier aussieht – ich sage doch immer schon, Du bist nicht in der Lage, Ordnung zu halten!“

„Was, ein Buch hast Du geschrieben und schon ins Internet gestellt? Das ist doch voller Fehler, wie kann man nur so was veröffentlichen, wer will das schon lesen!“

Ein älteres Wort dafür ist Mindfuck.

Clara fing an, schlecht zu träumen vor Angst, erzählte der Mutter naiv davon, woraufhin die eine Matratze herbeischaffte und nachts im Zimmer der Tochter schlief, um sie „zu beschützen“.

Clara ließ zwei Wochen lang nichts mehr von sich hören und beantwortete auch meine Mails nicht mehr. Ich war höchst alarmiert, besorgt. Eines Morgens rief sie mich kurz nach 6 Uhr an, aufgeregt, flüsternd „ich kann nicht richtig reden“.

Clara war in der geschlossenen Psychiatrie gelandet. Die Mutter behauptete gegenüber Notarzt und hernach allen Psychiatern, ihre Tochter habe versucht, sich vom Balkon im 5. Stock zu stürzen. Das Mädchen wurde entmündigt bzw. wie der verniedlichende Begriff nun ist: sie wurde unter gesetzliche Betreung gestellt. Zur Betreuerin wurde paradoxerweise die Mutter ernannt.

 

Das Milgram-Experiment und das Gaslighting

 

Mir fällt hier das legendäre Milgram-Experiment ein.

Vor mehr als 60 Jahren vom namensgebenden Psychologen Milgram in Szene gesetzt. Der US-Amerikaner wollte testen, ob es möglich sei, Menschen unter Berufung auf sogenannte „Notwendigkeiten“ so zu manipulieren, dass sie gegen ihr Gewissen handeln. Es ging darum, wurde den Probanden gesagt, den Zusammenhang von Bestrafung und Lernerfolg zu erkunden.

40 Versuchspersonen wurden durch „Versuchsleiter“ angewiesen, einem „Schüler“ Stromstöße in sich steigernder Intensität zu versetzen – auch wenn der Schüler sichtbar leiden und schreien würde. Der Schüler und die Versuchsleiter waren Schauspieler. Echter Strom floß nicht.

Was die Fachwelt bis heute erschüttert: Von den 40 Versuchspersonen folgten 26 den Anweisungen bis zur maximalen Spannung von 450 Volt, bei der das „Opfer“ schon nicht mehr reagierte.
14 stiegen vorher aus, aber auch erst ab 300 Volt, als das „Opfer“ schon nicht mehr antwortete. Alle hielten trotz fingierter Schmerzensschreie und Bitten des „Opfers“ bis dahin durch.

So manipulierbar sind gewöhnliche Menschen, sobald man ihnen mit Nachdruck und Konstanz Dinge einredet. Der so manipulierte Verstand erstickt die natürliche Empathie, sobald Menschen sich selber nicht mehr trauen.

Ein Beobachter beschrieb die gespenstische Szene so:

„Ich beobachtete einen reifen und anfänglich selbstsicher auftretenden Geschäftsmann, der das Labor lächelnd und voller Selbstvertrauen betrat. Innerhalb von 20 Minuten war aus ihm ein zuckendes, stotterndes Wrack geworden, das sich rasch einem Nervenzusammenbruch näherte. Er zupfte dauernd an seinem Ohrläppchen herum und rang die Hände. An einem Punkt schlug er sich mit der Faust gegen die Stirn und murmelte: ‚Oh Gott lass uns aufhören‘. Und doch reagierte er weiterhin auf jedes Wort des Versuchsleiters und gehorchte bis zum Schluss.“ Steven Schwarz, zitiert nach Wikipedia.

 

Warum Sie gegen Gaslighting Hilfe brauchen

Meine junge Klientin Clara versicherte, niemals habe sie daran gedacht, sich vom Balkon zu stürzen. Nein, sie sei nicht suizidal, sie wolle nur in Freiheit leben. Niemand von den Autoritätspersonen in Justiz und Psychiatrie glaubte ihr. Sie wurde auf Antrag der Mutter hin entmündigt. Alles Diskutieren und Argumentieren half nicht.

  • Das gilt auch für Sie:
    Diskutieren Sie nicht mit einem Gaslighter. Sie können solche böswilligen Menschen nicht umstimmen, Sie können sie nur aus Ihrem Leben entfernen.

Ich natürlich glaubte meiner Klientin und auch die Anwälte, die ich hinzuzog, schrieben mir beide: „Sie ist einfach ein freundliches aufgewecktes Mädchen, kein bisschen verrückt, aber vollkommen verunsichert.“

Die unglaubliche Geschichte konnte zu einem guten Ende finden.

Drei Anwälte halfen, jeder auf unterschiedliche Art. Der liebe Gott vermutlich spielte den Fall einer neuen Richterin zu, die ihrer Verantwortung entsprechend handelte und nicht nur die Mutter anhörte. Freunde haben ebenfalls geholfen.
Auch ich als Coach setzte mich weit über mein Mandat hinaus für meine Klientin ein.

Mehr über diese Geschichte können Sie hier lesen.

Was können Sie tun gegen Gaslighting

Wenn Menschen, nahestehend, geliebt, denen Sie vertrauen, Sie pausenlos herabwürdigen, Sie nicht mehr loben, sondern nur an Ihnen herummäkeln – dann vertrauen Sie sich Freunden an oder einem Therapeuten oder einem Coach. Es ist genau wie beim Mobbing: Teilen Sie Ihr Problem mit. Ducken Sie sich nicht weg.

Wenn Sie sich schikaniert und gemobbt fühlen, so wehren Sie sich! Ob im Privatleben oder im Beruf: Schikane und Mobbing sind Straftatbestände. Sie können sich also auch einem Anwalt anvertrauen.

Leitsätze vom Coach

„Wer mir Angst macht, ist niemals ein Freund.“

„Wer mich bedrängt, stresst, zwingen will, ist niemals mein Freund!“

„Liebe nie Menschen, die Dir das Gefühl geben, schlecht, irgendwie verkehrt und gewöhnlich zu sein!“

„Wer mich anlügt und herabsetzt, ist sicher kein Freund.“

Mein Rat:

Der beste Schutz gegen Gaslighting, Gemobbtwerden, Schikaniertwerden und auch emotionale Erpressung ist ein starkes Selbstbewusstsein.

Deshalb gilt auch hier: Erkennen Sie in Problemen die Herausforderungen! Es sind immer Chancen für persönliches Wachstum. Und das ist auch Ihnen jederzeit möglich, egal, wie alt Sie sind.

Weiterführende Links

Was Sie tun, wenn Sie gemobbt werden

Hilfe durch Selbsthilfe als erster Schritt: Dr. Berles Bücher sind anders und leisten Starthilfe

Mindset renovieren, Leben gestalten, sich entwickeln.

Raus aus der Opferrolle – Hinwendung zum inneren Kind

Das Besondere am Boxenstopp-Coaching

 

 

 

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