Komfortzone? Der Schein trügt!

 

Komfortzonen sind tödlich und teuer

Komfortzone – im Grunde gibt es sie gar nicht. Komfortzone ist eine Fata Morgana der Faulenzer, die jammern, wenn der Schuh drückt, aber einfach nicht auf die Idee kommen, den Schuh mal schnell auszuziehen und nach dem Rechten zu schauen: Wo klemmt es, was kann ich dagegen tun? Das wären glückbringende Fragen für unternehmerisch Denkende. Über den Tellerrand hinausschauen, neue Horizonte entdecken, in Möglichkeiten denken – das zeichnet dynamische, vitale Menschen aus. Diese wissen, dass man ohnehin nicht so tun kann, als sei das Leben ein Stau-Becken zum Chillen. Es ist ein Fluss, der manchmal golden und behaglich dahinströmt, und manchmal wird er reißend. An den Eng-Stellen.

„Oh“, stöhnte eine Klientin in sexloser unglücklicher Beziehung, „kann ich überhaupt alleine leben, soll ich ihm nicht noch eine Chance geben?“ Eine andere sagte: „Wenn ich aber nach der kurzen Zeit die Scheidung einreiche, was sagt dann mein Sohn, was mein Vater, die ganzen Leute??“ Komfortzonen sind faule Kompromisse aus Angst vor dem Unbekannten.

Festklammern in Komfortzonen macht Hirn kaputt

Hatten Sie je einen Bandwurm? Den hätten Sie fragen können. Er hätte das bestätigt. Unbeweglichkeit, Faulheit, Hocken im Bequemen ruiniert einem das Hirn.

Die Bandwürmer hatten früher selber so was wie eine Gehirnvorstufe. „Sie besaßen ein Nervensystem, das die Kontraktionen ihrer vielen Muskelzellen so koordinierte, dass sich der ganze Wurm fortbewegen konnte. Es war in der Lage, die von den Sinneseingängen eintreffenden Signale so zu verbreiten, dass der Wurm zielsicher dorthin kriechen konnte, wo keine Gefahr drohte, wo es etwas zu fressen gab und wo gegebenenfalls sogar ein begattungsbereiter Partner zu finden war.“ Das berichtet der Neuro-Biologe Gerald Hüther in seiner „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“. Der alte Bandwurm war also beweglich, und keiner weiß, was für eine tolle Entwicklung er gemacht hätte, hätte er nicht den Darm entdeckt. „Hach, was für eine herrliche warme Komfortzone mit Fressen im Überfluß!“ Dachten die Bandwürmer und ließen sich in den Därmen nieder. Das Nervensystem wurde nicht mehr gebraucht und verkümmerte, berichtet Gerald Hüther. Stattdessen bildeten die Würmer am Kopf einen Hakenkranz zum Einkrallen aus. Jetzt ist es aus mit ihrer Weiterentwicklung.

Unser Gehirn will Entwicklung

Wer sich regt, der lebt und bewegt. Wer sich nicht mehr bewegt, verkümmert und stirbt bald. Im Grunde profitieren wir am meisten von den Herausforderungen des Lebens, weil sie uns Feuer unterm Hintern machen. Probleme bringen uns in Fahrt.

Menschen, die unsere artspezifische grandiose, enorme emotionale, intellektuelle und körperliche Beweglichkeit aufgeben, lassen ihr Hirn ebenfalls verkümmern. Es verkümmert definitiv, weil unser Gehirn in seiner Plastizität quasi ein perpetuum mobile ist – permanent in Bewegung, daueraktiv, lösungsorientiert, innovationsversessen.

Unser Gehirn macht uns vor, wie man das Leben richtig macht. Das Gehirn ist plastide und – ja – das hat mit Plastik zu tun, was Verformbares heißt. Das Gehirn strebt quasi automatisch nach beständiger Bewegung, nach neuem Wissen, das es sinnvoll in die alte kongnitive Wissens-Struktur einbauen kann. Alter beginnt, wenn Bewegung aufhört.

Deshalb ist Persönlichkeits-Entwicklung Anti-Aging.

Alternativlosigkeit ist Wohlstandsbehäbigkeit ist wie Komfortzone

Es gab diese Kanzlerin, die behauptete, dies und das – ihre Meinung – sei alternativlos, also einzig richtig. Damit bediente sie jene Ungerndenker in der eingebildeten Komfortzone. Diese merken den Trick nicht und freuen sich, wenn sie solcherlei hören, weil sie dann nicht selber denken und auch nicht aktiv werden müssen. Sie wissen aber nicht, wie sehr sie damit nicht nur die Demokratie, sondern vor allem ihre Gehirne in Gefahr bringen. Inzwischen, so sah ich, haben Schönheits-Chirurgen den Begriff der Merkel-Falte eingeführt, das sind diese langen nasio-labialen Furchen, die bei übellaunigen Menschen von den Nasenseiten bis runter zum Kieferknochen führen können.

Diese Menschen wissen auch nicht, dass Unbeweglichkeit die Gelenke des Körpers verkümmern lässt, wodurch alle Alterungsprozesse beschleunigt werden. Und Sie wissen anscheinend nix vom Bandwurm und auch nicht, dass Unbeweglichkeit depressiv macht und dass Depressivität korreliert mit Demenz. Der Alternativlosigkeits-Wahn verhindert Bewegung und ist Ausdruck mangelnder Beweglichkeit.

Anpassen und Chillen sind die Vorstufen zum Tod

Prokrestination, das ist eine Modekrankheit inzwischen. Psychische Erkrankung ist inzwischen nach einer Untersuchung der Psychotherapeutenkammer die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland nach dem Kreuzweh. Was ja meistens auch psychische Ursachen hat. „Aber-Wenn-Dann-Andererseits-und-schließlich-was-kann-ich-schon-tun?!“ Ja, das gedankliche Herumkreiseln macht die Komfortzone zum Gefangenenlager.

Warum die Neurowissenschaften Bewegung, Bewegtheit und Beweglichkeit und nicht das Sitzen in Komfortzonen nahelegen, ist hier nachzulesen: Der Hintern sitzt im Kopf und zwar deswegen, weil wir den einen einschalten müssen, um den anderen hochzukriegen.

German Angst in den Komfortzonen

Ganz Europa, praktisch die ganze Welt schafft die Corona-Beschränkungen ab. In Deutschland erwägt 2022 eine neue Regierung dagegen die Einführung der Impfpflicht. Man klammert sich an selbsterfundene Narrative. Da ist er wieder, der Alternativlosigkeits-Mythos. Kommt der Blödsinn aus mentaler Unbeweglichkeit? Oder vom deutschen Obrigkeitsstaats-Unwesen, das die Alternativlosigkeits-Merkel wiederbelebt hat?

Die alten deutschen Michel saßen früher in ihren engen Komfortzonen hinter ihren Kanonen- und Kachelöfchen, zogen die Köpfe ein und trugen heimlich Spottverse über die Fürsten von Dorf zu Dorf. Es gab in Deutschland bis vor 200 Jahren(!) die Leibeigenschaft. Frische Luft brachte die demokratische Erhebung von 1848/49, danach sammelte sich wieder der Muff unter den Talaren an. Es gab die Fast-Revolution von 1918/19 mit einer ganz jungen ersten deutschen Republik, die nicht genug Zeit hatte, ihre Bein-und Ichmuskeln zu trainieren und in die Brutal-Diktatur der Nazis mündete. Damals nahmen sich die Michel, also die Mehrheit, sicherheitshalber die drei Affen zum Vorbild: Nicht hören, nichts sehen, nichts sagen. Das mündete in den Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten auf allen möglichen Seiten. Von wegen Komfortzone!

Wir modernen Michel sitzen nicht im Kalten, aber wir leiden an Wohlstandbehäbigkeit. Die meisten haben das Hirn abgeschaltet und denken nicht mehr eigenständig. Maskenpflicht, Corona-Lockdown, Demonstrationsverbote, Schuldenberge …. na, und? Der Himmel oder wer wird’s schon richten? Was wird sein, sollten wir demnächst wegen der verheerenden Null-Politik der Merkel-Zeit – Null konstruktive Außenpolitik, Null verantwortungsvolle Energiepolitik – dann plötzlich doch im Kalten sitzen?

 

 

„Solche Knechte, Schisser, Angsthasen!“

… dachte ich damals im Geschichtsunterricht am St.-Agnes-Gymnasium in Stuttgart. „Das wäre heute ja sicher nicht mehr möglich!“

Ja, die nächste Diktatur, die sogenannte Demokratische Republik DDR, lag dort, wo unsere freie Republik endete, jenseits der Zonenrandgebiete. Weit, weit weg. Da fing auch der eiserne Vorhang an. Wenn es noch deutsche Michel gab, dann wohnten die dort.

Denn bei uns im Westen wurde machtvoll mit Bürgerstolz demonstriert: Gegen Atomkraftwerke, gegen Nato-Doppelbeschlüsse, gegen Hochschulzugangsbeschränkungen undsoweiter undsofort. Wir waren die Guten, Heutigen, Kritischen, politisch Wachen. Wir waren dabei, Komfortzonen zu bauen, die Claims abzustecken und viele dachten, die ganze Welt würde eines Tages eine einzige bunte lustige Komfortzone sein. Das eschatologische Denken mündet meist in Herrschsucht und Diktatur.

Und es reicht absolut nicht, nur GEGEN etwas zu demonstrieren. Man muss wissen, WOFÜR man ist. Denn: Wer keine eigenen Ziele hat, hilft anderen die ihren zu erreichen.

Abwarten und Biertrinken

Ist Freizeit schon Freiheit? Nein, natürlich nicht. Und Kreuzworträtseln schützt auch nicht vor Alzheimer.

Das Eilen von einem Event zum anderen … das finster-entschlossene Hineinstarren in die  Smart-Phones … das Abhängen von und in der Welt des Gamings, der Shades of Grey … das Beschäftigen mit dem eigenen Körper, das Durchstylen, Aufspritzen, Unterspritzen, Tätowieren, Fingernägelaufkleben – ich weiß gar nicht, ob man das noch Hedonismus nennen kann, weil der ja mit Freude und sinnlicher Begierde und Lustbefriedigung zu tun hat. Ich denke, man muss es Autismus nennen, Komplett-Blockade, Totalverengung des Horizonts aufs ICH. Komfortzone hinter Mauern.

Konstruktive Handlung, Aktion, Spontaneität ausgeschlossen … ja, vielleicht handelt es sich sogar schon um den Totstellreflex, jenes atavistische Handlungsmuster Flight, dessen Antipode Fight heißt. Diese Flucht nach innen lähmt alle Konstruktivität.

Handlung macht Lust und frei

Wer das Gesetz des Handelns aus der Hand nehmen lässt, wird von den Nachfahren mindestens Schisser genannt werden, wenn es überhaupt Nachfahren gibt bei der egozentrischen Untätigkeit des Selfismus, des Gender-Gaga.

Es gibt sogar schon Menschen, die Foren für Asexualität gründen. Könnte sein, beim Sex wird’s zu stressig! Könnte auch sein, sie haben Angst vor der Tortur des Gebärens, dem Geschrei des Kleinkindes, dem Gestank beim Windelwechseln, dem ganzen Neuen?

Komfortzone ist tödlich, Leben will Bewegung. Echte Lebenslust mündet in Handlung.

Emoveo ergo sum

Ich fühle, bin bewegt, lasse mich bewegen, also bin ich.

„Ich freue mich wirklich drauf, wenn sie mit mir auch mal kommuniziert!“, sagte mein Sohn eben erschöpft, dessen kleine Tochter vor 10 Tagen zur Welt gekommen ist. „Das tut sie ja schon die ganze Zeit!“ entgegnete ich. Weil ich ja durch ihn gelernt habe, dass Babies andauernd mit uns kommunizieren. Sie tun das emotional, ohne Worte. Und genau für so hochgebildete Menschen, wie mein Sohn und ich es sind, die ihre Großhirnaktivitäten  zur Absolutheit perfektioniert haben, ist deswegen so ein Baby der beste Lehrmeister und Jungbrunnen überhaupt: Leben gewordene reine Emotion: Jeder Schrei ein „falsch, so nicht!“ Jedes glückliche Jauchzen eine Bestätigung für Mama und Papa, ein großes JA.

Direkter geht Kommunikation gar nicht. Lust und Unlust jeweils pur. Was junge Eltern stresst, bringt ihr Hirn in Bewegung und lässt sie die Tiefen und Höhen ihrer Empfindsamkeit erfahren wie nie zuvor.

Die Herausforderungen des Lebens bewegen uns. Der Stress ist der Preis der Lebendigkeit.

Wer sich nicht mehr bewegt, ist nicht mehr vital und wird vom Leben überrollt.

Weiterführende Links

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