alt="Coaching München & Stuttgart: Dr. Berles Biedermeier-Coaching-Sofa"

Ist Coaching Wellness?

Coaching ist nicht Wellness.

Oh, nein, und  ein Boxenstopp ist auch kein Biedermeier-Sofa, auf der man jahrelang herumhockt, sondern eine intensive Kraft- und Ideen-Infusion.

Coaching ist keine Schmusekissen-Wellness-Oase am Ofen in der Wärmeglocke. Sondern Coaching meint gerade: Ausdehnung über die Grenzen der Komfortzone hinaus!

Coaching ist nicht Wellness und nicht Komfortzone

Psychologisch betrachtet ist Komfortzone ein Land mit äußerst begrenzter Freiheit. Einschränkung und mangelnde Entwicklung ist der Preis für die Lauwärme der Komfortzone. In diesem Land Komfortzone herrschen Regeln, die sich die Landesbewohner gaben, als sie Kinder waren. Diese Kinderstrategien zur Bewältigung der Herausforderungen des Lebens ziehen die meisten Leute mit sich durch alle folgenden Jahrzehnte des Erwachsenenlebens. Und sie lernen so niemals die Macht ihrer Persönlichkeit, ihr echtes Potenzial kennen. Ist das nicht furchtbar?

Eine junge Klientin will berühmte Sängerin werden, ganz andere Welten eröffnen. Sie will besonders sein.

Dann schreckt sie zurück. Ich sei wie ihre Mutter, ich wolle alles besser wissen. Aber wo bleibe denn die Augenhöhe??!!

Ich sage ihr, Sie verwechsle Respekt mit dieser ominösen „Augenhöhe“. Ich schreibe ihr: „Wir sind klar nicht auf Augenhöhe. Sie haben mich engagiert, weil ich in diesen Seelendingen mehr  weiß, als Sie. Anderenfalls hätten Sie mich nicht engagiert.“

Bitte überlegen Sie doch mal: Wieso ist Ihr Chef-Chef der Chef-Chef und nicht Sie sind es?

Weil Sie eben nicht auf Augenhöhe sind. Was kein Grund für ihn sein kann, Sie respektlos abzukanzeln. Und umgekehrt auch nicht.

Man muss den Tatsachen ins Auge sehe, wenn man sie verbessern will.

Beispiel aus einem Coaching.

Da wuchs ein Mädchen in den 1960er Jahren auf dem flachen Land auf. Der absolute Horrortrip ist seither für sie der Anblick von Kartoffeläckern, denn sie musste da als Kind im Dreck hocken und Kartoffeln setzen, dann wieder ernten, später kam wieder das Setzen – unaufhörlicher Stumpfsinn, echte Qual. Jeder, auch der kleinste Kartoffelacker ist für ein kleines Kind unüberschaubar groß wie ein braunklumpiger Ozean. Was macht jetzt so ein Kind? Stampft es und sagt „Nein!“, sagt „du blöde Mama, saublöder Papa! Menschenschinder!“

Nein, das tat ein Kind in den 60er Jahren bei Bauersleuten nicht. Das kann ein kleines Kind auch gar nicht.

Also gewöhnte sich das Kind das Stillschweigen und Runterschlucken an. Das Freundlichtun, das So-tun-als-ob, außen brav, innen Mörder. So läuft nun die Klientin durchs Leben. Und ist unglücklich dabei. Weicht zurück, anstatt Ihre Meinung zu äußern, Rechte einzufordern, aufs Glücksrecht zu pochen.

Selbsterhaltungsprogramme gegen Bewegung

Jetzt tauchte im Coaching endlich mal ein Dissens auf. Das ist gut und zwangsläufig und meinerseits erwünscht. Denn nur ein Problem, das sich zeigt, lässt sich lösen. Die Klientin wich auch im Coaching zurück, weil so Alt-Strategien ja sehr machtvoll sind.

Die Klientin hat dieses enorm machtvolle Überlebensprogramm, das man auch ein Duckmäuserprogramm nennen könnte. Und sie tut auch ihrem Coach gegenüber „brav“ – anstatt zu sagen: „Sie, Fraudoktor, Ihr Arbeitsraum in Stuttgart war mir unbehaglich … und was haben Sie mich komisch angeglotzt … überhaupt ist alles wie ein Kartoffelacker bei Ihnen …!“ Soll ich dazu schweigen? Soll ich ihr helfen, ihr Geld zu verschwenden, schulterzuckend auch harmlos tun, unverbindlichen Psycho-Talk von mir geben wie „jahaaa, ich sehe, sie ziehen sich zurück … jahaaa, ich sehe, sie fühlen sich wieder und wieder traurig …“

Ahja, dieses Pseudo-Mitgefühl würde ihr überhaupt nichts nützen.

Coaching ist nicht Wellness, nicht Therapie, sondern Dynamik

So rede ich nicht, denn ich bin Coach und kein Schmusekissen. Und ich will, dass Menschen ihre Ziele bei mir, mit mir erreichen.

Ich will, dass sie die Qualität ihres Lebens enorm verbessern. Deswegen biete ich auch neben den Treffen unter 4 Augen an, für meine Klienten jederzeit und zeitnah erreichbar zu sein. Damit wir aktuelle Gefühlszustände nutzen können für den Coaching- und Lebensfortschritt. Man nennt das Prozessbegleitung, die ist bei mir im Honorar inbegriffen, weil sie so wichtig ist. Denn wo, wenn nicht im Coaching, muss man mal seine Gefühle der Welt gegenüber offen und ehrlich äußern dürfen!?

Ein guter professioneller Coach ist niemals beleidigt wie damals in der Kindheit die gestresste Mutter. Und der Coach haut einen auch nicht auf den Kopf wie damals der überforderte Vater. Sondern ein professioneller Coach wie ich hat die Erfahrung und den Durchblick und hilft, solche alten Kindheitsprogramme mit aktuellen Programmen zu überspielen. Und zwar deswegen, damit Handlungsfreiheit ins Erwachsenen-Leben einkehrt!

Ein guter Coach traut sich jederzeit, seine Überlegenheit der Metaebene, auf der er-sie sein muss, zu zeigen.

Sie bezahlen mich im Boxenstopp nicht, weil ich von Ihnen geliebt werden will, sondern weil ich will, dass Sie vorankommen.

Loyalität ist Coaching

Klartext reden muss ein guter Coach können und Mut haben, den das braucht. So wie der Coach im Sport anfeuert und aufheizt und zum Weltmeister auch nicht sagt: „Ja, du armes Würmchen, ruh Dich besser aus, als zu trainieren und zu schwitzen!“ Coaching ist manchmal ebenfalls schweißtreibend und anstrengend, denn von nix kommt nix. Ich sorge aber dafür, dass das geschieht, was die Griechen früher „Katharsis“ nannten – Reinigung, Befreiung. Und die kommt am tollsten gerade aus den vermeintlichen Katastrophen.

Der Klatsch aufn Arsch

Eine andere Klientin ist Reiterin: „Wenn ein Pferd im Stall plötzlich meint, hinter dem Strohballen lauerten die Gespenster, dann weiß ich, was ich tun muss: Ich geb ihm einen Klatsch aufn Arsch!“

Genau das mache ich im Coaching – intellektuell, verbal, logisch. Der Zweck ist genau Derselbe: Das Pferd muss aus der Panik ins Hier und Jetzt zurückgeholt werden. Damit es ihm gut geht. Damit es nicht anfängt, sich in der Panik zu verletzen.

Konfrontatives Coaching ist immer besser, als verständnisheischendes Blabla: „Oh ja, ich sehe, dass Sie Angst haben.“

Das hilft niemandem. Und wenn ich sehe, dass eine Frau oder ein Mann in einer toxischen Beziehung feststeckt, muss diese traurige Wahrheit eben ausgesprochen werden. Da muss diese eine Klientin, die den Mann im Internet kennengelernt und ziemlich schnell geheiratet hat, eben nach anderthalb Jahren einsehen, dass sie einen Fehler gemacht hat. Fehler kann man, sobald kapiert und eingesehen, wieder revidieren!

Und wenn die ganze Verwandtschaft spottet.

Unsere Gehirne sind wundervoll konstruiert und gepolt auf permanentes Wachstum!

Lesen Sie mehr darüber hier.

 

Feedback der Klientin vom Kartoffelacker

Worte greifen hier zu kurz und sind Festschreibungen, die der Lebendigkeit, die ich erfuhr, nicht gerecht werden.
Außerdem konnte und mochte ich noch nie „Aufsätze schreiben“.

Mich fasziniert, dass Sie verwurzelt und „verhimmelt“ sind, dass sie so viel mitkriegen – vom Kopf her und auch über andere Antennnen. Ich habe mich sehr „erkannt“ gefühlt und dies hat letzlich eine Freude des „Eins-Seins mit mir“ bewirkt. Ich bin wieder ins Leben eingetreten.

Plötzlich haben sich Fügungen ergeben, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Und hier wirken die Begegnungen mit Ihnen im Verborgenen und das ist was sehr Schönes.

Also:

Wenn Sie einen Freund/eine Freundin mehr als 3 Mal über ein und dieselbe Sache oder Person jammern hören – strafen Sie ihn bitte nicht mit Ihrem Mitleid, sondern schicken Sie ihn zu mir.

Weiterführende Links

Warum Komfortzonen tödlich sind und Coaching nicht Wellness

Warum Coaching nicht Psychotherapie ist

Warum der Hintern im Kopf sitzt, was Sie beides hochnehmen müssen …

Warum manche Bücher wirklich weiterhelfen

Boxenstopp: Lass den Tiger aus dem Tank

 

 

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