love it, change it or leave it …

 

Das beste Veränderungsprinzip: love it, change it or leave it …

Das ist die Normalstrategie für den Umgang mit unangenehmen Partnerschaften, Arbeits- und Vertragsverhältnissen. Mehr als Exit-Strategie. Es ist die Gestaltungsstrategie schlechthin.

Das ist das Gegenteil der Vogel-Strauß-Politik, die so weit verbreitet ist, dass man sie für eine ansteckende Krankheit halten kann. Die meisten Menschen stecken den Kopf in den Sand, wenn ins gewohnte Gleichmaß des Lebens plötzlich Irritationen hineinfunken.

Der Fahrer des legendären LKW auf der Morandi-Brücke in Genua wachte aus der Alltagstrance auf, wie er erzählte, weil die Autos vor ihm plötzlich alle weg waren. Und begriff das Unfassbare. Und haute die Bremse rein, rannte schreiend weg vom Abgrund, ließ den LKW stehen. Das machte er, weil er einen starken Selbsterhaltungswillen hat. Und weil keine Zeit war zum Nachdenken. „Darf man einfach den LKW stehen lassen? Ist das nicht umweltfeindlich mit dem laufenden Diesel-Motor….?“

love it, change it or leave it … Verantwortung!

Wenn es nichts zu ändern gibt, muss man abhauen! Zu viel Nachdenken und Grübeln über political correctness lässt zaudern und kann einen tatsächlich das Leben kosten.

Im Alltag torpediert das Großhirn mit seinen vielen Gedankenoperationen die spontane Selbsterhaltungs-Aktion.

Also brauchen wir für den Alltag eine Strategie: Love it or change it or leave it!

Arrangiere Dich oder versuche das Störende zu ändern. Und wenn das Ändern nicht gelingt: Verlasse den unwirtlichen Ort auf geordnete Weise!

Geh dorthin hin, wo man Dich gut bezahlt, mit Hochachtung und Anstand behandelt, Dir den Freiraum gibt, um zu wirken und zu wachsen. Das ist Verantwortungübernehmen! Mache Verträge mit Leute, die Verträge einhalten.

Was ist jetzt mit Zwangsverhältnissen, wo es kein Entkommen gibt, weil man eine Vertragsbindung eingegangen ist etwa zu einem der berüchtigten Telefon-Anbieter mit ihren Knebelverträgen. Oder weil der Staat mit Überregulierung den Wechsel der Krankenversicherung verunmöglicht? Ich kann was versuchen mit einem sehr guten Anwalt, der Spaß hat am Kämpfen auf unerforschtem Terrain.

Aber Sie haben keine Lust auf Kleinkrieg, was dann?

Bedeutungswandel

Also wenn man wirklich erst einmal nichts an einer widrigen Situation ändern kann, hilft einzig, den Rahmen zu verändern: Wir verändern den Bedeutungsrahmen oder auch den Zeitrahmen.

Bewusstseinsveränderung mit ein paar Fragen:

Der Telefonanbieter liefert nicht: Hängt mein Leben ab vom WLAN? Nein. Gibt es Zwischenlösungen? Ja.

Der Chef hält seine Versprechen nicht ein: Bin ich gekränkt durch so ein ungezogenes, blödes Verhalten? Nein.

Wird der Ärger vermutlich ewig andauern? Nein, unwahrscheinlich. Zumal irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem Sie handeln können.

Möglicherweise stürzt sogar die Regierung und eine neue kommt und ändert die Gesetze für die Krankenversicherung

Sie warten also aktiv ab. Sie sind kreativ untätig. Sie bereiten sich nämlich in Wirklichkeit auf den richtigen Moment vor!

love it, change it or leave it …

Das Spielentscheidende ist Ihre Einstellung!

love it, change it or leave it … das kann bedeuten, dass Sie erstmal so wirken, als duckten Sie sich weg. Es ist aber Taktik, weil Sie innerlich in den Startlöchern stehen.

Übertragen Sie das auf Ihre Situation. Sie werden die Entspannung verspüren. So. Und in dieser Entspannung lehnen Sie sich zurück und überlegen Antworten auf ein paar sehr kreative Fragen:

Was würden Sie tun, wenn Geld überhaupt keine Rolle spielen würde?

Oder auch: Was wäre das absolut Abgefahrenste, das Sie jetzt mal ausprobieren könnten? Das Ungewöhnlichste, Originellste, Erstaunlichste?

Merken Sie was? Die schlechte Stimmung ist weg. Jetzt ist Ihr Kopf frei für irgendeine ungewöhnliche, originelle, erheiternde Aktion.