fake it till you make it

 

Fake, Lug und Betrug?

Sie haben sicher die Geschichte von Anna Sorokin auch gelesen, die jetzt in den USA als Hochstaplerin verurteilt worden ist. Sie tat so, als sei sie Millionenerbin, um an Millionen heranzukommen. Bei einer Viertelmillion wurde sie erwischt. Aber: Es hat im Prinzip funktioniert! Und Ihr Anwalt sagte listig dies: „Sie hat nichts unternommen, um die New Yorker von ihrem Geld zu trennen – sie haben es ihr gegeben.“ Sie hat so getan, als sei sie eine von ihnen, um es zu sein.

Fake it till you make it

Es ist eine Brainwash-Regel – und zwar ist es Ihr eigenes Gehirn, das Sie brainwashen in erster Linie. Nicht das der anderen.

Probieren Sie es mal: Sagen Sie Ihrem Hirn, „Wir tun jetzt mal so, als könnten wir das“. Sie werden erleben, dass ein Energiestrom anfängt zu fließen.

Ganz banales „fake it till you make it“ steckt schon in der Brainwash-Regel: „Wenn Du wie ein König behandelt werden willst, dann musst Du Dich wie ein König benehmen und kleiden.“

Ein Wunsch wird zum Ziel, das Ziel setzt Entwicklung in Gang. Wir entwickeln uns bewusst und unser Unterbewusstsein spielt ebenfalls ziemlich freudig mit. Sobald wir wollen!

Vorbilder nachmachen

Als wir Kinder waren, haben wir das andauernd durchgespielt. Wir haben gelernt durch genaues Hinschauen und Nachspielen. Wir Mädchen sind in die Stöckelschuhe unserer Mutter gestiegen und haben erwachsene Frau und große Dame gespielt. Johannes, der Schulfreund meines Sohnes und Sohn eines Pianisten, kam eines Tages mit den Lackschuhen seines Vaters in den Unterricht und probte in der Vorpubertät, ein Dandy-Macker zu sein. Er ist heute selber ein Musiker auf dem Weg zur Bekanntheit.

Eine meiner Klientinnen will sich an einer berühmten Schauspielschule bewerben. Sie ist Physikerin und will jetzt unbedingt der Stimme ihres Herzens folgen. Fake it till you make it …. sie kriecht jetzt für Vorspiel in Rollen hinein, die wir ausgesucht haben. Und ganz besonders spannend findet sie es, Richie Müller anzuschauen, wie er aktuell in München den autistischen „Rain Man“ darstellt. Da schaut man hin, lässt sich mitreißen und tut dann so, als könne man das auch. Und man kann! Erfordert eben Willen und Mut.

Wie wäre es, wenn …

Unsere Gehirne sind neurowissenschaftlich gesagt von einer ungeheuerlichen Plastizität. Sie sind plastide, sie sind ständig in Bewegung und bilden neue Strukturen, was wir im Endeffekt „Lernen“ nennen. Sie folgen Befehlen. Wenn wir uns Ziele setzen, kommt das einem Befehl ans Gehirn gleich, diese Ziele zu erreichen. Der Denkvorgang startet, die Gehirne sind eben so, dass sie Aufgaben erfüllen wollen.

„Wenn ich den Schlüssel gefunden hätte, wo wäre er gewesen“, das habe ich mal meinem Hirn gesagt, als ich im Stress den Schlüssel meiner Mutter plötzlich nicht mehr hatte. Ein Schlüssel, der zu einer sehr großen Schließanlage gehörte. Hu, das wäre ein teurer Schaden gewesen. „Wenn ich den Schlüssel gefunden hätte, wo wäre er gewesen?“.

Wie ferngesteuert, also ohne bewusst nachzudenken, nahm ich einige Stunden später eine Plastiktüte mit Wollknäuels in die Hände und schüttete die aus: Zusammen mit dem Schlüssel! In diesem Buch erzähle ich die ganze Geschichte.

Wenn ich die Lösung schon wüsste ….

Probieren Sie das mal aus. Fake it till you make it … wie würden Sie sich bewegen, hätten Sie bereits Ihr ideales schlankes Körpergewicht?

Was würden Sie tun, hätten Sie die 20 Millionen bereits auf dem Konto, die Sie anstreben?

Und, angenommen, Sie dächten, Ihr Leben sei ein einziger Problemberg und jedes einzelne unüberwindbar …. angenommen, es würde plötzlich aber ein Wunder passieren! Wie wäre dann Ihr Leben? Stellen Sie mal die Wunderfragen, probieren Sie es!

Ja, alles Tricks, das stimmt, und sie wirken, das stimmt auch. Tricks aus der positiven, der lösungsorientierten Psychologie. Selbstgesteuerter Brain-Wash:

Fake it till you make it.

So kommt man auf Ideen und Lösungswege … ich will das gerne den Verzagten und Oberzweiflern sagen, die immer die Stimmung versauen mit der Behauptung, „da kann man nichts machen“ oder „es ist alles zu spät“ oder „die Merkel kriegen wir nie wieder weg!“ oder „Ja, wer soll sie denn ersetzen?“

Auf alle diese Fragen passt der lösungsorientierte Ansatz der Hochstapelei. Stellen wir uns doch mal vor, wir hätten die Lösungen! ….