Lifecoach Dr. Berle - der Glaube an sich, Coaching in Rauhnäcten

Coaching in Rauhnächten

Die dunkle Zeit der Rauhnächte

Ein wenig Coaching in Rauhnächte – es dunkelt ja weiter trotz der Tagundnachtgleiche! Festtagstrubel vorbei, Verwandtschaft wieder weg, jetzt sitzen Sie da und freuen sich vielleicht über meinen vorigen Artikel gegen die Einsamkeit.

Hier kommt noch ein wenig mehr Coaching in Rauhnächten, wo wir uns fürchten, weil das schon die Altvorderen taten, die ohne Elektrizität damals glaubten, dass in diesen schwarzen Tagen zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar vor der Tür die dunklen Kräfte losgelassen waren.

Manchmal ist das Leben so, dass man meinen könnte, es sei dauernd „Rauhnächte“. Dann dürfen Sie keinesfalls den Glauben an sich verlieren. Realität ist das, was wir von ihr halten!

Lesen Sie nun, was mir einmal passierte …

Kapitel 10 aus: KURZ & GUT! Heldentum

Es war einmal, dass das Leben mir sehr zäh schien und ein Punkt kam, an dem ich echt genug hatte.

Mein Herz und mein Intellekt sagten wie mit einer Stimme, es reiche jetzt, Schluss, aus! „Wir spielen nicht mehr mit“, sagten die. Tiefpunkt, nennt man das, ganz schwarz da unten. Kennen Sie auch?

Am tiefsten Punkt des Schwarzen gab es einen Ruck. Die Lebenskraft oder vielleicht war es jemand aus der Abteilung intellektuelle Neugier – etwas in mir drängelte mich zum Telefon. Den Ernst der Lage mitzuteilen. Die Tiefe der schwarzen Nacht klarzustellen. Mein Cousin fiel mir ein. Der hätte, das schien sicher, die intellektuelle Größe, die Sache zu begreifen. Ich rief ihn an und tatsächlich, er war da. Das ist gerne so in solchen Momenten.

Das Glück ist mit den Tüchtigen!

Mit der Stimme des beschäftigten Kreativen antwortete er. Geistesabwesend, leicht angenervt, blitzschnell voll da, als er meine Beschwerde hörte. Und augenblicklich fing er an zu schreien. „Was??!“, schrie er in den Hörer. „Wie bitte!? Gefällt Dir grad nicht, Dein Leben? Na und!? Das wundert mich aber, dass Du das nicht weißt: Wechseln!! Wechsle! in eines der anderen! Es gibt viele. Das ist doch parallell!“

Wenn Sie mal ein völlig verzweifelter Freund anruft, dann sagen Sie einfach genau diese Sachen und Sie werden merken, wie meine Reaktion war. Ich laaaaaaaaaaaaaaaaachte.
Es laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaachte aus mir heraus. Es war nicht zu bremsen. Es war ein herrliches Gefühl.

Der Fachausdruck für so eine Vettern-Reaktion ist „paradoxe Intervention“. Ich hatte es gewusst, dass ihm was einfallen würde. Verstehen Sie: Ich hatte keinen Trost gesucht, nee. Ich hatte eine Verlockung gesucht! So einen glitzernden Grund in der Waagschale: Eins? Ein einziges einfarbiges und zwar grautöniges Leben? Quatsch, es gibt so viele! Parallell oder geschwungen zueinander oder zackig verlaufende, in Neon oder Ölfarben – egal: Man kann wechseln und bunt da herumspringen. Schon wieder die Sache mit den Entscheidungen, merken Sie es?

Ja!

Wo könnte Ihr Deus ex Machina herkommen?

Man braucht für siegreiche Heldengeschichten einfach zur rechten Zeit den richtigen deus ex machina. Jede Heldengeschichte hat Tiefpunkte. Dann muss der Gott aus der Maschine her. Theatergeschichte, falls Sie nicht wissen, was das ist. Die Götter wurden früher immer maschinell aus dem Theaterhimmel hinunter auf die Bühnenebene abgeseilt. Darum: Gott aus der Maschine. Der kommt unverhofft und verblüfft alle. Verblüffung. Das stärkste Argument überhaupt. Falsche Hilfe ist, wenn Sie über so einen Null-Bock-Verzweifelten Ihr Mitleid gießen:

„Ach, du Armer, ja ich weiß, ich hab das auch manchmal, erst kürzlich, ich konnte gar nicht mehr, am liebsten hätte ich ganz Schluß …“ – das will der nicht hören. Der will aus seiner Trauerschiene rausgekegelt werden. Und der will wissen, wo es weitergehen könnte. Der will lachen. Der will gelockt werden. Der will sich wieder freuen.

Mitleid braucht niemand!

Wennʻs Ihnen mal übel geht, dann hauen Sie auf den Tisch, stampfen Sie mit Ihren Füßen auf den Boden, schreien Sie zum Fenster raus, lesen Sie meinen www.weblog.dr-berle.de, schlagen Sie aufs Gradewohl eine Seite hier im Buch auf, rufen Sie Ihren schlimmsten Feind an, wechseln Sie die Spur. Machen Sie nichts heimlich. Machen Sie es unheimlich! Setzen Sie den Ruf ab, und aus der Maschine wird Ihnen ein Gott abgeseilt.

Helden sind nämlich vergnügte Leute, die ewig lang leben und sehr jung dabei bleiben.

Das wünsche ich persönlich jedem. Insbesondere Ihnen! Leben Sie vielspurig, leben Sie groß und begeistert! Und gerade weil es manchmal auch schwarz aussieht und sich anfühlt wie Nacht.

Was würden Sie träumen, dürften Sie?

Übrigens: Angenommen, es gäbe keinerlei Hindernisse, es gehe auch grad für Sie total leicht: Wie würde, da Sie wählen können, das Lieblings-Parallel-Leben aussehen, in das Sie sofort gerne hineinwechseln? Kommen Sie! Trauen Sie sich an Ihre Träume ran ….. Jetzt!

Das ist Kapitel 10 aus meinem ersten Coachingbuch: KURZ & GUT, Problemwegzaubern für Einsteiger. Gutes Coaching in Rauhnächten und sonst auch.

Das Buch ist vergriffen, Restexemplare kann man bei mir bestellen hier.

Und ein intellektueller deus ex machina

Draußen war es heute wirklich noch um 8 Uhr rabenschwarze Nacht. Und ich googelte herum auf der Suche nach einem schönen, aufbauenden Text. Und ich stieß auf dieses Interview mit einem enorm gebildeten Mann, der Jesus-Experte ist!

Jesus! Gab es ihn oder nicht, was war er für ein Typ und ist er nun auferstanden oder nicht?

„Er war ein witziger Sprücheklopfer!“ Gönnen Sie sich dieses heitere Gespräch, das ich empfand wie eine intellektuelle Belebungsdusche. Jesus mit seiner Liebe-Botschaft lebe fort, sagte der kluge Mann auch. Es wüchsen neben den beiden christlichen Amtskirchen jede Menge lebendiger Gemeinden heran, die die Kirchenbänke füllten. NACH den offiziellen Gottesdiensten vor oft gähnender Leere.

Ja, ich bin auch für die Trennung von Kirche und Staat und längst aus der Katholischen Kirche ausgetreten.

Und noch eine Belebungsdusche hier.

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