alt="Antennen ausfahren, antizyklisch Denken"

Antizyklisches Denken

 

Rechts überholen! Antizyklisches Denken:

Bringt Leben ins Leben, spart Zeit

Gestern wieder in dieser Vortragsveranstaltung die Kaffeepause mit dem großen Schwarm. Der Schwarm steht immer gleichzeitig auf, verharrt ein Weilchen im Pulk und begibt sich dann gemessen zu den Futterquellen. Hier war es im Bayerischen Hof in München ein klitzekleines Büffet im Hintergrund des Festsaals. Dort lächelten vier Kellner an zwei Kaffeemaschinen dem Pulk entgegen. Es bildete sich rechts eine Schlange. Links standen vorne nur zwei Herren, die bereits ihre Tassen in den Händen hielten und plauderten. Ich dachte wieder mal: „Das gibt’s doch gar nicht!“ Und sagte meinem Gesprächspartner in der langen rechten Schlange, ich würde jetzt nach vorne gehen. Er blieb stehen.

Auf dem Rückweg mit der Kaffeetasse in Händen kam ich an ihm vorbei: „Ich verstehe es nicht, ich stehe immer in der falschen Schlange“, sagte er. „Ja, mei!“ sagt man in Bayern.

Antizyklisches Denken

Es setzt voraus, die intuitiven Antennen auszufahren, will man nicht nur antizyklisch denken, sondern auch noch handeln! Der Satz „Frechheit siegt“ ist durchaus hilfreich dabei, obwohl es gar nichts mit Frechheit zu tun hat, seine Chancen zu erkennen und zu nutzen. Der Schwarm im Pulk findet es nur frech. Vielleicht. Das ist dann wahrscheinlich der Futterneid. Es hat aber mit Wahrnehmungsfähigkeit, Wachheit und Eigenständigkeit zu tun. Und mit dem entsprechenden Mut.

Ein bekannter Journalist gab mir kürzlich diesen Rat: „Versuchen Sie mal – nur so aus Prinzip – das genaue Gegenteil dessen zu vertreten, was der Mainstream schreibt und sagt! Sie werden merken, die Chancen, dass Sie Recht haben, sind riesengroß!“

Es ist die Sache mit des Kaisers neuen Kleidern: Alle Dummköpfe in diesem Märchen glaubten das „Narrativ“ , wonach der König diese irre tollen neuen Klamotten anhabe, die aber nur Schlaue sehen könnten! Bis eben das „dumme“ kleine Mädchen mit den unverstellten Antennen lauthals rief, der Mann da vorne sei ja doch total nackt. Man glaubte dem Mädchen!

Exkurs Hetzjagd

Das Happy-End wünsche ich auch dem Verfassungschef Maaßen, der vorige Woche unglaublich angepöbelt wurde, weil er wie das kleine Mädchen sagte, er wisse nichts über Hetzjagden in Chemnitz. Alle Schlauberger schrieben aber schon so viel und andauernd über Hetzjagden, dass doch also wohl welche stattgefunden haben müssen. Oder wie oder was??!! Und nun kommt dieser Maaßen daher und behauptet einfach das Gegenteil. Na, so ein unverschämter Schelm. Er muss, sagen die Schwarm-Pulk-Schwimmer, zurücktreten. Er lüge. Mmmh. Wie lässt sich „keine Hetzjagd“ beweisen, zumal „Hetzjagd“ in den politischen Kram der Leute passt, die aktuell ihre Gefolgschaften verlieren und glauben, mit der Hetzjagd-Angst punkten zu können. Na, gut, zurück zum antizyklischen Denken. Wir lernen aus der Hetzjagd-Geschichte:

Anderssein ist nicht ganz leicht!

Antizyklisches Denken und Verhalten ist aber jedenfalls der Garant für Erfolg.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die gerne gegen den Trend Ihre Entscheidungen treffen, werden Sie sich vielleicht mitunter alleine auf weiter Flur wähnen und Sie werden ebenfalls angepöbelt werden – dann ist ein Boxenstopp mit mir zur Ermutigung und Bestärkung gut für Sie.

Als Coach und Mensch liebt ich die Nonkonformität sowieso, weil ich Freiheit liebe.

Übrigens habe ich es erlebt, dass die Berufsberatungen des Landes Abiturienten geraten haben, Informatik zu studieren. Die Folge war eine Schwemme von Informatikern. Dann wieder wurde geraten, Ingenieur zu werden, so dass es viele arbeitslose Ingenieure gab. Folgen Sie besser Ihrer inneren Stimme und lernen Sie genau das, was Sie richtig gut können und gerne machen und was Sie neugierig macht. Seien Sie antizyklisch und erfolgreich. Folgen Sie Ihrer Neigung und fahren Sie Ihre Antennen aus, um neue Trends zu erspüren.

Gehen Sie dorthin, wo keine Schlangen stehen. Eröffnen Sie eigene Schlangen. Werden Sie zum Schwarmführer.

Die Schwarmforschung lehrt, dass Führer am Rand stehen, nie im Pulk. Wie sollten sie sonst auch vom Schwarm gesehen werden ….

 

PS: Kürzlich auf der Autobahn.

Normalerweise ist die rechte Spur blockiert von LKW aus Rumänien, Litauen und so weiter. In der Mitte sehr viele sehr langsame Sprinter oft mit polnischem Kennzeichen. Vielleicht aus Sicherheitsgründen fahren die immer nur in der Mitte. Links knubbeln sich in Folge die einheimischen und touristischen Normal-Pkw. Plötzlich aber kein einziger LKW mehr! Mittagszeit! Rechte Spur total frei auf lange Sicht! Wo, glauben Sie, fährt trotz Rechtsfahrgebotes der Schwarm? …. Und wo, glauben Sie, kommt man voran? ….