Gesetz der Anziehung

 

Glückanziehen? Magie? Plem-Plem?

Das Gesetz der Anziehung ist die Kunst positiven Denkens

 

Vorhin das Telefoncoaching mit einem jungen Klienten, der sehr gut aussieht, eine schöne Stimme hat, Bildung. Keine Freundin momentan, aber Sehnsucht nach einer freudigen Liebesbeziehung. „Sex ist mir wichtig, das Größte eigentlich!“ Seine Eltern warten darauf, dass er endlich „was Ernsthaftes“ nachhause bringt. Er sagte „Ja, ich weiß nicht, alle Frauen wollten von mir immer gleich Verlobung, Heiratung, ich scheine die anzuziehen!“ So kann das Gesetz der Anziehung auch wirken, über einen anerzogenen alten Glaubenssatz der Eltern.

Wie soll man Glück anziehen: Unzählige Bücher, wie man es richtig macht, „Bestellungen beim Universum“ so aufzugeben, dass sie auch zu Lebzeiten erfüllt werden. Ohjeh! Ohweh! Weil die ganze Literatur über das Gesetz der Anziehung und das „Secret“ und die Hilferufe zu den Engeln undsoweiter einen glatt wahnsinnig machen kann. Weil so viel Bedürftigkeit mitschwingt, so viel Heils-Sehnsucht wabert, Erlösungs-Wunsch beim Wünschen. Sklavensicht statt Wille zur Lebensgestaltung und der Bereitschaft, etwas fürs eigene Leben zu tun. Positives Denken hat nichts mit Schöndenken zu tun, sondern mit Offenheit, Selbst- und Weltvertrauen sowie Engagement. Wer positiv, gestalterisch denkt, bekommt eine starke positive Ausstrahlung – mit erheblichen positiven Auswirkungen.

Ich persönlich bin hundertprozentig und empirisch davon überzeugt, dass  Resonanz unser Leben bestimmt. Also wirkt auch das Gesetz der Anziehung. Resonanz ist ein bisher nur ansatzweise erklärtes Phänomen, gleichwohl: sie existiert und wirkt, auch wenn viele das für esoterischen Schwachsinn halten. Resonanz wird eines Tages von Physikern wissenschaftlich erklärt werden können, das scheint mir sicher.

Ich habe darüber der Münchner TZ eben ein Interview gegeben, das Sie hier lesen können (und hier in der ungekürzten Form).

 

Gesetz Zielerreichung

Neurowissenschaftlich gesehen ist alles ganz klar: Ziele bewirken, dass wir Zuversicht empfinden, positive Erwartung. Diese wiederum führt zur Flutung mit Endorphinen, so dass wir Kraft empfinden und unser Oberstübchen anfängt, nach Möglichkeiten und Wegen zur Ziele-Erreichung zu suchen. Ein Gehirn-Automatismus. Der wirkt auf der bewussten Willensebene und er wirkt im Unterbewusstsein. Sobald Sie sich Ihre Wünsche klarmachen, sobald Sie Ziele daraus formulieren, wird Ihr Unterbewusstsein aktiv, die Antennen werden neu ausgerichtet, Ihre Wahrnehmung ändert sich, Sie nehmen Dinge wahr, die Sie vorher übersehen haben. Und Sie selber verändern Ihre Ausstrahlung. Sie werden ganz konkret Ihr Auftreten verändern, sich anders kleiden, vielleicht werden Sie anfangen Sport zu machen, sich einen besseren Friseur suchen, einen neuen Job – es kommt Bewegung in Ihr Leben. Starkes Selbstbewusstsein ist die Folge.

 

Upgrade: Starke Sender senden stark

Sie gehen mit starkem Selbstbewusstsein, sagt man, in Resonanz zu dem Gewünschten. Manche sagen auch: Sie verändern die Frequenz. Ich sage: Sie werden ein starker Sender.

Es ist wichtig, ein starker Sender zu sein! Darum geht es im Kerne beim Coaching. Und das ist das Wirkprinzip beim Gesetz der Anziehung.

Stärke-Ausstrahlung generiert Stärke, weil sie Stärke anzieht. Stärke geht in Resonanz mit Stärke. Mistkäfer-Lebensgefühl geht in Resonanz mit Mistkäfer-Lebensgefühl. Das ist der Grund, warum Himmelsstürmer, wenn sie merken, dass es hakt und stockt und unrund läuft, sich einen Coach engagieren. Um die eigene Sender-Frequenz zu erhöhen, was automatisch geschieht, wenn sich der Kopf mit dem Selbstbewusstsein hebt.

Unlängst las ich ein Interview mit einer Partnervermittlerin. „Wenn Sie Brad Pitt wollen“, sagte die, „müssen Sie eben Angelina Jolie sein!“ Das geht in die Richtung: Wenn Sie sehr große Ziele verfolgen, wenn Sie zu den von mir so genannten Himmelsstürmern gehören, dann dauert das Wirken des Resonanz-Prinzips oft so lange, dass wir schon glauben, es wirke gar nicht. Große Ziele verlangen persönliches Wachstum, was ja an sich eine wunderbare Sache ist, denn es hält Kopf, Seele und Körper jung.

 

Das Wünschen aus Sklavensicht

Immer wieder hören ich: „Ich habe alles gelesen, ich mache jetzt alles so, wie es da überall steht – aber – es – funktioniert – NICHTTTT!!! Zum Teufel, was mache ich  falsch!!!???“ Dann gibt es die Spötter: „Hahaha, da wären wir ja alle reich!“

Ich glaube, es ist Einstellungssache! Der Teufel liegt in genau den zwei Wörtern: „richtig“ und „falsch“. Das dritte Problemwort ist vielleicht noch „alles“. Es ergibt sich aus „richtig-falsch“.

Mir kommt es so vor, als schwinge bei „richtig-falsch“ immer das alte Kindheits-„Bravsein!“ mit. „Ich bin schuld, ich habe versagt, ich war nicht gut genug!“ Es geht beim Gesetz der Anziehung aber nicht um brav oder ungezogen, sondern es geht um stark oder schwach und um Klarheit.

Und das ist der entscheidende Punkt. Wenn das Gesetz der Anziehung nicht funktioniert, wenn Sie nicht das erzielen, was Sie wollen, dann machen Sie nix „falsch“, sondern dann sind Sie vermutlich ein Sender, der auf der falschen Frequenz unterwegs ist. Neudeutsch gesagt: Dann müssen Sie Ihr Mindset ändern.

 

Fortis fortuna adiuvat – dem Starken hilft das Glück

Meine Oma Berta, die eine sehr gottgläubige Frau mit großem Durchblick war, pflegte das so auszudrücken: „Der Teufel“, sagte sie, „scheißt immer auf den größten Haufen!“

Sie meinte das Gesetz der Anziehung. Das Gesetz der Anziehung ist keine heilige Sache und es ist nicht gerecht. Wenn Sie im Jammerstatus verharren, werden Sie diesen Zustand verstärken. Wohin etwa die berühmt-berüchtigte German Angst geführt hat, sehen wir an der augenblicklichen desolaten Regierung. Angst erzeugt Chaos, Schwäche, Zerfall.

Es gibt keinen Grund, vor irgendwelchen Fehler-Teufeln Angst zu haben. Es ist dumm und kontraproduktiv, nicht die eigenen Stärken zu sehen und zu lieben!

Denn wir haben den Luxus friedlicher Lebensbedingungen, den meine Oma Berta, die zwei Weltkriege erlebte, nicht hatte. Sie hatte große Lebensangst, und sie war tieftraurig, weil sie ihr großes Potenzial in einer krisengeschüttelten Gesellschaft einfach nicht so ausleben konnte, wie sie es – da bin ich ganz sicher – wollte. Wenn heute gejammert wird über die angebliche Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft, die soziale Aufstiege verhindere – echt, da erzähle ich Ihnen gerne mal, wie es meiner Familie im vorigen Jahrhundert ergangen ist. Danach wissen Sie, was Armut meint und soziale Undurchlässigkeit.

Wir haben die Gnade, dass wir wachsen dürfen, so dass wir die Person sein dürfen, die wir von unseren Anlagen, Begabungen her wirklich sind.

Wenn wir diesen geistigen, seelischen Reichtum leben und ausstrahlen, werden wir ihn anziehen. Das liest sich irgendwie banal. Ist aber eigentlich eine witzige, spielerische Sache. Wie ein großer Tanz, ein großer Swing, ein Schwingen. Nicht Stampfen und Festklammern. Die Voraussetzung für den Swing ist Vertrauen, ins Leben und zuerst in sich selber.