Sieben neue Coaching-Übungen

Coaching-Übungen

Hier zeigt Ihnen Coach Dr. Berle ein wenig Handwerkszeug.

Coaching-Übungen können sie auch selber einsetzen, wenigstens probieren sollten Sie es!

1. Die nachhaltige Selbst-Lob-Übung
Jeden Abend im Bett vor dem Einschlafen überlegen Sie sich: Welche 3 Sachen habe ich heute wirklich gut gemacht. Wofür kann ich mich loben? Freuen Sie sich am Freude-Gefühl!
Wenn Sie das nur vier Wochen lang konsequent machen, wird sich Ihre Weltsicht komplett geändert haben.
Beweis: Denken Sie eine 10ner-Skala der Stärke. Wie stark fühlen Sie sich, spontan gesprochen, im Moment? Notieren Sie das.
Wiederholen nach 4 Wochen, Zahlen vergleichen, dann haben Sie den Beweis.

2. Die nachhaltige Wie-Fragen-Stärke-Übung
Machen Sie sich klar, dass im Zweifelsfalle nie die Frage ist, OB Sie etwas schaffen. Sondern die Frage ist: WIE Sie es schaffen können. Wenn der Zweifel kommt, hören Sie ihn an (anstatt ihn abzuwehren), dann machen Sie sich klar, was Sie eigentlich erreichen wollen. Nun benennen Sie mindestens 3 Wege, wie Sie Ihr Ziel erreichen können. Und ganz Entschlossene werden immer auch fragen: „Was wäre das Verrückteste, Kühnste, Ungewöhnlichste, was ich machen könnte!?“ Oder: „Was würde ich machen, wenn Geld überhaupt gar keine Rolle spielte?“ Oder: „Was würde ich machen, wenn es ganzganz leicht und der Erfolg sicher wäre?“
Wenn Sie diese Übung mit Biss machen, wird sie über kurz oder lang etwaige Katastrophenszenarien Ihres Gehirns durch kreativen Flow ersetzen.

3. Die akute Wille-zur-Macht-Übung
Wenn Sie schwächeln, wenden Sie sich am besten Ihren Stärken zu! Und zwar so:
Erinnern Sie sich an mindestens eine Situation oder Handlung in Ihrem Leben, die siegreich war. Erinnern Sie sich genau: Wann und wo war das; was genau haben Sie geschafft, wie genau haben Sie das gemacht; gegen wen oder was haben Sie gewonnen, sich durchgesetzt? Sehen Sie: Schon ist das Stärke-Gefühl von damals wieder da. Wie sieht, aus dieser Energie heraus, jetzt aktuell Ihr Sieg aus? Was ist zu tun? … Und weil es so schön ist, erinnern Sie sich am liebsten gleich an noch so einen Sieg. Oder zwei.

4. Die mobilisierende Körper-Soforthilfe
Stehen Sie von Ihrem Schreibtischstuhl auf. Stellen Sie sich breitbeinig in Positur, stemmen Sie die Arme in die Hüften, holen Sie tief Luft. Stellen Sie sich vor, Sie seien Marktweib im Mittelalter und hätten den Apfeldieb entdeckt. Stellen Sie sich vor, wie Sie den Dieb anschreien, beschimpfen, faule Kartoffeln nach ihm werfen, alle Kolleginnen zusammenschreien.
So, jetzt besinnen Sie sich auf die WIE-Kann-Es-Gehen-Frage und geben mindestens 3 Antworten.

5. Die lachhafte Katastrophen-Übung
Wenn die Angst und der Zweifel kommen, übertreiben Sie die beiden mal richtig. Und überlegen Sie: Was wäre der schlimmste Verlauf der Sache?
Dann überlegen Sie: Wie wäre der aller-allerbeste, wunderbare Verlauf für mich? Und nun entwickeln Sie den realistischen Plan ….

6. Berles Trojanisches Pferd
Das ist ein Spiel mit inneren Bildern, wie das Gehirn es liebt! Erfordert ein wenig mehr Willen, als die anderen Übungen.
Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und spüren Sie in Ihren Körper hinein: Wo genau sitzt das schlimme Gefühl? Die Angst, der Zweifel? Wie fühlt es sich an: schwer, ziehend, stechend, drückend? Dunkel oder hell? Welche Farbe hat es? Wie heißt es genau? Manchmal heißt es gar nicht Angst, sondern Wut oder Trauer oder beides … also: wie? Und jetzt, wo Sie das Gefühl richtig erkannt haben: Wenn dieses Gefühl eine Gestalt hätte: Welche Gestalt hätte es? Wie sieht die aus? Schauen Sie genau hin! Wie bewegt die sich? Was kann diese Gestalt? Und welche Wirkung hat diese Gestalt auf andere? Und wenn Sie jetzt einfach in diese Gestalt hineinschlüpfen, genau: wie in ein Trojanisches Pferd steigen Sie da hinein! Was können Sie nun alles, was Sie vorher nicht konnten? Und was machen Sie in dieser Gestalt, wo früher die Angst und der Zweifel regierten? Wie ändert das Ihr Leben, wenn Sie nun ab sofort öfter aus dieser Gestalt heraus agieren? Vielleicht treten Sie zur Abwechslung anderen auf die Füße? Vielleicht sprechen Sie plötzlich laut und deutlich? Vielleicht streuen Sie in langweilige Gespräche unversehens verrückte Gedanken und Vorschläge ein? Vielleicht bringen Sie andere zum Lachen, statt selber zu weinen? Oder Sie lachen und andere weinen? ….

7. Diskrete Streichholz-Übung
Klemmen Sie ein Streichholz zwischen die Vorderzähne. Oder einen Bleistift, Kugelschreiber. Laufen Sie im Zimmer herum, denken Sie an das Problem, das Sie erschreckt hat, und Sie werden Lösungen entdecken! Wenn Sie aber das Holz zwischen die Lippen klemmen, werden Sie schlechte Laune kriegen. Zeigen Sie also lieber Zähne!

©Dr. Waltraud Berle