Erfolg

Erfolg – heilige Kuh

Erfolg haben, erfolgreich sein, am erfolgreichsten überhaupt, erfolgreiche als die anderen – alle wollen ihn, alle behaupten, ihn zu haben, alle tanzen um das Wort herum. Viele glauben, Erfolg komme aus dem Nichts, wie so ein Wunder. Gottesgeschenk, himmlischer Lohn für gute Tat.

Da ich immer schon die deutsche Sprache liebte, schaue ich mir gerne die Worte gründlich an. In Erfolg steckt ein kleineres Wort, nämlich die Folge. Hinter diesem Wort steckt eine Dynamik, eine Handlung, eine Entwicklung, eine Konsequenz. B folgt aus A, wer A sagt, muss auch B sagen. Altes Sprichwort, kennen Sie sicher.

Das bedeutet, dass das Er-Folgen etwas ist, das aus etwas anderem resultiert. Es ist ein Ergebnis.

Ich sage: Es fängt damit an, dass jemand den Kopf hebt und „Ich will!“ sagt. Dann krempelt der Mensch die Ärmel hoch, versetzt die Planungsabteilung seines Großhirns in Aktivität, so dass sich erstens klärt, was genau dieser Mensch will. Damit steht ein Ziel im Raum oder mehrere stehen da. Und im zweiten Schritt wird die Planungsabteilung die Wege auskundschaften, die geeignet sein könnten, um diese Ziele zu erreichen. Dann entscheidet der Mensch, welche der Wege er einschlagen will. Damit hat der Mensch ein Projekt. Und Erfolg ist es, wenn der Mensch seine Ziele erreicht hat.

Kurz-Kurz-Definition also:

Erfolg ist, wenn wir unsere Ziele erreichen.

Es ist vollkommen egal, um welche Ziele es sich handelt.

Das ist Freiheit, dass wir in der entwickelten westlichen Welt selbst entscheiden können, was uns so wichtig ist, dass wir Ziele daraus machen, die uns so wichtig sind, dass wir Energie aufzuwenden bereit sind, sie zu erreichen.

Mittellange Definition:

Erfolg ist, wenn wir unsere Ziele erreichen, weil wir so eigensinnig und couragiert waren, uns welche zu stecken und so entschlossen, unsere Kraft zu mobilisieren für Aktionen, Handlungen, Feldzüge, sodass wir unwiderstehlich wurden und unsere Ziele erreichten.