Eleganz und Intelligenz

Eleganz der Intelligenz

Eleganz und Intelligenz sind Geschwister. Und zwar, wie sich in diesem Coaching-Essay zeigen wird, nicht nur sprachwissenschaftlich gesehen. Ex-Legere, Inter-Legere … Was nochmal bedeutet legere alles? Und ist es wirklich sowohl im Wort Eleganz wie im Wort Intelligenz enthalten? Und welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?

Legere kommt aus dem Lateinischen und bedeutet lesen sowie auslesen. Und mithin ist legere tatsächlich ein Bindeglied zwischen Eleganz und Intelligenz, weil es in beiden Wörtern steckt.

Eleganz und Intelligenz sind Geschwister

Ah, wie herrlich, die Sprache macht uns zu historischen Wesen, und es ist wohltuend, sich auf die kulturellen Wurzeln zu besinnen, weil das den Zusammenhang des Lebens liefert und Sicherheit. Und es ist ökonomisch. Man muss nicht alles auf der Welt neu erfinden, wenn man aus Intelligenz und Gebildetheit weiß, dass es schon erfunden und gedacht worden ist.

Nur die Ungebildeten denken sich alles neu und meistens falsch.

Eleganz, die Erlesenheit, Intelligenz wählt aus

Eleganz meint ausgewählt und geschmackvoll besonders. Das Wort kommt vom Latenischen ex-legere, auswählen.
Intelligenz, was Denkvermögen, Klugheit meint, hat ebenfalls mit dem lateinischen legere zu tun als inter legere nämlich, was „eine Wahl treffen nach reiflicher Überlegung“ meint.

Eleganz, das ausgesuchte Benehmen, Auftreten, Gebaren, ist also eine Schwester von Intelligenz, insofern sie das Ergebnis von Intelligenz ist, weil die sorgsame Überlegung die Voraussetzung einer Auswahl oder Eleganz aus dem beliebig Vielem ist und auch Sachverständigkeit erfordert, guten Intellekt, Belesenheit, Verstand eben.

Die Un-Eleganz der banalen Dogmatiker

Es erreichte mich der Brief einer Bekannten.
Sie schrieb:
„Wir hatten ebenso Corona (Ende Februar genesen, auch 3 Wochen) wobei ich ihnen sagen will, für mich war es eine interessante Erfahrung und Fallstudie – ich war positiv, aber insbesondere in meinem Kopf… in meinen Gedanken… im Vertrauen… Ich hatte nahezu keine Symptome! Meinen Mann aber hat es stark getroffen – verständlich, denn Corona machte ihm Angst, er wollte sich eigentlich immer impfen lassen ….“

Was die Frau schreibt, heißt nichts anderes, als: Der Mann ist selber Schuld an seiner schweren Erkrankung, denn er dachte nicht positiv genug, weil er Angst hatte. So wurde er arg krank. Vielleicht hatte er weniger Angst vor Corona, als vor der rechthaberischen Frau?

Psychosomatik wird oft völlig banalisiert und pejorisiert:

Kein Wunder, dass Du krank wirst, ganz offenbar hast Du ein Problem. Und hier kommt der moralische Zeigefinger angewedelt: Der Mensch hat ein Problem! Er schwingt nicht hoch genug, ist nicht weit genug entwickelt.

Einfach weil er Angst hatte, wurde er krank. Er hat die Krankheit angezogen. Hätte er besser zugehört, gelernt kapiert, wäre das nicht passiert.

Das ist die Philosophie der Scheinheiligkeit. Sie ist banal und Feind sowohl der Intelligenz als auch Eleganz.

Psychosomatik geht ganz anders

Ich habe von der kanadischen Körpertherapeutin Lise Bourbeau gelernt, dass die Zusammenhänge zwischen Seele und Körper anders funktionieren.
Wenn die Seele leidet, fängt irgendwann der Körper an, Symptome zu produzieren. Und der Körper macht das nicht, um uns zu ärgern, sondern um zu helfen.

Körpersprache ist wie ein Fanal und Hilferuf: „Du hast da ein Problem, befasse dich damit, löse es.“ Das ist die Botschaft.
Der Körper fordert in seiner Sprache dazu auf, zu leben und alles wegzuschaffen, was die Lebendigkeit des Lebens behindert und in Gefahr bringt.

Der Zweck des Lebens ist Lebendigkeit und nicht starre Rechthaberei. Intellektuelle und emotionale Beweglichkeit ist Lebendigkeit und nimmt Chancen und Spielmöglichkeiten wahr und kreiert so individuelles Leben, was also ausgesucht elegant ist, je individueller es ist.

New-Wave-Dogmatismus ist dumm und unelegant

Das Gesetz der Anziehung erzeugte wie jedes strenge Gesetz Heuchelei und Scheinheiligkeit.

Es fing in den 90er Jahren an, sich zu verbreiten: Bücher erschienen wie „The Secret“ und „Bestellungen beim Universum“, letzteres von Bärbel Mohr. Bärbel Mohr schrieb danach noch viele Bücher, die das Thema der Resonanz, der Art, Wünsche und Ziele zu „materialisieren“ von immer neuen Seiten aus beleuchteten. Dies immer im Streben nach Perfektion. Man muss es so machen, nein so, und diesen Fehler vermeiden und jenen … frühkindlicher Allmachtswahn tobte sich aus.

Sich mit Gedanken die Welt erschaffen! Sich den Traumpartner materialisieren, unendlich reich werden nur durch das saubere ordentliche Denken. Ist das nicht rattenscharf? Wie Gott sein! Und alles besser machen als der alte Depp!

Man muss es einfach positiv sehen

„Das Wünschen“ aber klappte nicht? Aha, da hatte also jemand was falsch gemacht beim Wünschen und Affirmieren: Die Person war nicht locker genug, nicht gelassen genug, die Person war angstgeleitet, zu drängend, zu fordernd, zu irgendwas – die Person war auf der falschen Schwingungsebene. Die Person war nicht positiv genug!!

Bärbel Mohr schrieb ein Buch nach dem anderen. Ich las einige davon, denn der Gedanke, dass ein Schmetterlingsschlag irgendwo auf der Welt in seiner absichtslosen beiläufigen Leichtigkeit irgendwo anders auf der Welt Wirkung erzeugen konnte – der war faszinierend und, so sagten die Erleuchteten, schließlich auch quantenphysikalisch gedeckt.

Menschen ohne jede Bildung wurden plötzlich zu Verstehern der Quantenphysik! Aus Leichtigkeit wurde dogmatischer Zeitgeist-Zement.

Man muss einfach alles richtig machen

Verschränkte Quanten, die miteinander kommunizierten! Wellenförmiges, das unter Beobachtung zum Teilchen wird, so dass man eben auch Teilchen denken könne. Das Beobachten in Form von Denken und Manifestieren macht aus Energie Teilchen, also Materie, die vorher nicht da war. Diese, so lehren uns die Manifestations-Heilsbringer weiter, müsse man dann wieder loslassen, sodass wieder Wellenenergie entsteht und das Manifestieren munter vorangeht …. so schaffen wir uns mit unseren Gedanken die Welt.

Wer das nicht schafft, macht es falsch, ist ein Loser. Oha!

Ich würde darauf wetten, dass 90 Prozent aller so erzeugten Wünsche und Bestellungen sich nicht erfüllt haben. Stattdessen wurden Menschen inaktiv vor lauter Wunsch-Formulierung und Wunsch-Loslassung. Viele verstanden das Gesetz der Anziehung als Aufforderung, nichts mehr zu tun. Viele verschwendeten Lebenszeit durch Warten auf Wunscherfüllungen.

Das kreative Spiel wurde ans Universum delegiert. Das aber, sofern es überhaupt hinhörte, nur Passivität vernahm statt Kreativität und also schweigendes Nichts zurückspielte.

Dogmatismus der unintelligenten Halbwisser

Halbwisser sind Leute, die einfach nachplappern. Sie sagen öfter anstelle von Begründungen „es fühlt sich halt richtig an“. Sie sagen auch „das ist eben einfach so, das sieht doch jeder!“ und wähnen zu argumentieren.

Sie haben keine wissenschaftlichen Grundlagen gelernt, kaum Intelligenz-Schulung erfahren. Sie suchen sich im Internet zusammen, was ihnen über den Weg läuft und gefällt. Sie wählen aus ohne Prüfung, weil ihnen die Voraussetzungen fehlen, um prüfen zu können.

Manche machen eine Religion aus dem Gesammelten, meistens mit Hilfe von Marketing-Fachleuten. Dann gehen sie ins Internet und finden Follower und sie fangen Heilssuchende ein, die noch weniger wissen, die aber seit jeher der guten Inszenierung folgen.
Rattenfängerei, der Eleganz und Intelligenz fehlt.

Ich habe hier im Blog schon einmal meine Kritik an dem Phänomen geäußert:

„Das Glück anziehen: Unzählige Bücher, wie man es richtig macht, „Bestellungen beim Universum“ so aufzugeben, dass sie auch zu Lebzeiten erfüllt werden. Ohjeh! Ohweh! Weil die ganze Literatur über das Gesetz der Anziehung und das „Secret“ und die Hilferufe zu den Engeln undsoweiter einen glatt wahnsinnig machen kann. Weil so viel Bedürftigkeit mitschwingt, so viel Heils-Sehnsucht wabert, Erlösungs-Wunsch beim Wünschen. Sklavensicht statt Wille zur Lebensgestaltung und der Bereitschaft, etwas fürs eigene Leben zu tun. Positives Denken hat nichts mit Schöndenken zu tun, sondern mit Offenheit, Selbst- und Weltvertrauen sowie Engagement. Wer positiv, gestalterisch denkt, bekommt eine starke positive Ausstrahlung – mit erheblichen positiven Auswirkungen.“

Geistiger Starrsinn im Allmachtswahn

Gehen wir zurück zum Anfang: Stellen Sie sich vor, Sie werden krank und Ihr Mann oder Ihre Frau sagt Ihnen „Ja, siehst Du, das kommt eben von dieser Deiner Corona-Angst. Jetzt hat es Dich eingeholt.“

Würden Sie so einen unfreundlichen Partner nicht augenblicklich zum Teufel jagen?

Oh, Verzeihung, das sollte ich nicht so formulieren, denn damit male ich ja den Teufel an die Wand – und das fällt dann auf mich zurück!

Ja, man muss außerordentlich vorsichtig sein, als lebte man in einer Diktatur in der Welt der Heilslehren und dogmatischen Heilsverkünder. Man muss auf jedes Wort genau achten, nicht dass man eben Fehler macht, die sich dann im eigenen Leben niederschlagen.

Man würde ja auch auf diese Weise schon wieder negative Energie verbreiten, diese vermehren und die Welt letztendlich damit ins Unglück stürzen.
Gegen den diktatorischen Allmachtswahn verdrehter „Think-Positiv-Denke“ habe ich ein kleines Video gemacht.

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Hyperdogmatismus, Allmachtswahn, Nicht-Liebe, Nicht-Eleganz, Nicht-Intelligenz

Also dürfen wir so einem merkwürdigen Partner nicht sagen, dass es ihm an Liebe, Mitgefühl oder Barmherzigkeit fehlt. Denn so ein Partner würde sogleich parieren mit dem raffinierten Konter: „Falsch, damit projizierst Du nur Deine Angst auf mich. Aber ich habe damit ja schließlich nichts zu tun. Denn das ist Deine Angst.“

Würde so ein rigider Partner den Kranken notfalls seelenruhig sterben lassen? Weil der ja selber schuld ist an seiner Krankheit und man seinerseits in diese, dessen negative Energie nicht hineingeraten will?

Irgendwie habe ich das Gefühl, bei dieser ganzen „Positiv“- und „Selber-Schuld-Denke“ winke im Hintergrund der strafende Gott aus dem Alten Testament hervor. So eine Philosophie macht unfrei, abhängig und traurig. Um das zu ändern, kam Jesus in die Welt und Buddha und mit ihnen mehr Liebe.

Das Heil liegt in der Selbstakzeptanz, was auch Akzeptanz der Realität bedeutet und besserwisserisches Herumschrauben an der Welt ausschließt. Gar nicht zu verwechseln mit Fatalismus! Selbstakzeptanz hat zu tun mit Dankbarkeit, die wiederum kommt aus der Liebe, die wiederum bringt uns in den inneren Frieden und auf eine hohe Schwingungsebene, von der aus Manifestationen überhaupt erst möglich würden – sofern man sie dann noch will.
Ein ziemlich witziges Paradoxon, oder?

Ja, lachen Sie! Dogmatiker und Scheinheilige lachen nie. Lachen hält aber jung und gesund. Schauen Sie, wie die Buddhas alle lächeln, weil sie wissen, dass es nicht um Welt-Kontrolle geht, sondern um spirituelles Wachstum und um Erleuchtung.

Heiterkeit macht Zellenkribbeln und ist das beste Lebens-Mittel.

Selbstakzeptanz, Selbstliebe, Liebe zum Leben

Es lebte einmal Sir Karl Popper, Philosoph und Sozialwissenschaftler von einer, wie ich fand und finde, enormen geistigen Eleganz und Intelligenz. Der erste Satz, den ich von ihm hörte und der mich hinriss, heißt ungefähr so: „Wenn Du etwas beweisen willst, musst Du mit aller Kraft trachten, das Gegenteil zu beweisen. Wenn das nicht gelingt, hast Du den Beweis für Deine Theorie erbracht.“
Meine Güte, welche Freiheit spricht aus diesem Satz! Welche Intelligenz-Freiheit erzeugt dieses kreative Prinzip, welche Eleganz der Möglichkeiten wird so geschaffen! Und Eleganz ohne Möglichkeiten gibt es einfach nicht. Denn Eleganz hat bewusst ausgewählt, traf Entscheidungen und unterjocht sich nie und niemand.

Leben als kreatives Spiel, nicht als Festzurren, Betonieren und Einhämmern angeblich ewiger letztendlicher Wahrheiten.

Leben als kreatives Spiel

Das braucht Freiheit, sonst funktioniert es nicht.

Nehmen Sie nur die Bienen – wenn sie denen den Aus- und Eingang des Bienenstockes verrammeln, fliegen die nicht mehr und Schluss ist es mit den Köstlichkeiten an Bäumen und Sträuchern, die wir so lieben.

Kirschen, Birnen, Äpfel, Zwetschgen, Stachelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Holunder und Brombeeren – das sind Ausgeburten des kreativen Spiels des Lebens in Freiheit.

Und nur die geistige Un-Eleganz engstirniger Diktatoren und Dogmatiker würde schlußfolgern, es reiche doch eine einzige Früchteart für alle, die man halt synthetisch anreichern müsse mit den Nährstoffen der unterschiedlichen Sorten. Oh, wie armselig grau würde die Welt plötzlich aussehen.

Das Leben tanzen!

Was das alles für mich bedeutet:

Ein Coach ist kein Guru, kein Prediger und Rechthaber, sondern jemand, der Sie freundlich an der Hand nimmt und voranbringt, wenn es in Ihr Leben Unglück oder Bremsen reingehauen hat,

Coaching im ursprünglichen Sinne ist Life-Coaching ist Lebensgestaltung oder modern: Life-Design. Coaching wird niemals dogmatisch daherkommen, sondern Coaching braucht die heitere Eleganz des freien Spiels, braucht Gedanken- und Handlungsfreiheit aus Intelligenz, um aus Problemen Möglichkeiten und Lösungen zu machen.

Das Gesetz der Anziehung wirkt nur dann wie es kann, wenn wir in der naturgegebenen Energie des freien Spiels kreativer schöpferischer Kraft sind. Also müssen wir schlicht in diese Kraft kommen.

Um in diese Kraft zu kommen und uns in ihr zu wiegen, müssen wir alles Retardierende, Festlegende, Lieblose und Dogmatische aus unserem Leben werfen. Tun wir das nicht, könnte es sein, dass wir krank werden und dann, wie die meisten, zum Arzt laufen für Spritzen und Pillen.

Und dabei sagt ein erkrankter Körper eben nur eines und zwar in vitalisierender Bestrebung: Liebe Dich! Das heißt: Raus aus der Erstarrung! Heißt: Das ganze Potenzial, was jede/r von uns besitzt auf individuelle Weise wahrnehmen, wertschätzen und einsetzen fürs kreative Lebensspiel.

Ohne die grausige Angst, die uns die Dogmatiker machen, egal, an welche Idee sie sich ketten.

Ja, und natürlich verfüge ich als Coach über Spezialwissen über elegante Tricks und intelligente Denk-Manöver, die Ihnen den Wieder-Einstieg ins Lebens-Spiel leicht machen.

Mehr über mich hier.

Mein neues „Tiger-Buch“ fördert Intelligenz und macht frei.

Blick ins Buch hier.

Mehr Bestärkung durch die MUT-TANKE.

 

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